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Abhäutemesser

Das Abhäutemesser ist eine Sonderform des gewöhnlichen Messers und wird dafür verwendet, Tiere fachgerecht zu häuten. In diesem Zusammenhang fällt auch des Öfteren der Begriff Hautmesser. Außerdem kann das Werkzeug als Skinner bezeichnet werden, was auf die englische Betitelung „Skinner-knife“ zurückgeht.

Die Hauptfunktion des Schneideutensils ist es dabei, das Fell von geschlachteten oder erlegten Tieren präzise und vorsichtig zu entfernen, sodass weder die Haut selbst noch das Fleisch beschädigt wird.

Im Allgemeinen gehört der Skinner somit zu den Metzgermessern und taucht eher im professionellen Bereich auf. Zugleich zählt er zu der Ausrüstung eines Jägers, weshalb er auch als bekanntes Jagdmesser gilt. Das Messer zeichnet sich jedoch durch seine Multifunktionsfähigkeit aus und eignet sich ebenfalls für das behutsame Schneiden der Haut. Ausschlaggebend für seine Leistung ist aber stets seine Erscheinung, die je nach Einsatzgebiet variiert.

Die Optik des Abhäutemessers für Metzger

Ein Skinner, der in der Fleischverarbeitung eingesetzt wird, muss ein Maximum an Funktionalität gewährleisten. Deshalb sind solche Modelle grundsätzlich robust und widerstandsfähig. Dies beruht nicht zuletzt auf ihren Werkstoffen, die höchsten Anforderungen gerecht werden können.

Demzufolge zeigt die Klinge eine ausgeprägte Schärfe, die die Ausführung jeglicher Arbeiten ohne übermäßigen Druck begünstigt. Zudem ist sie um einiges länger als bei einem klassischen Hautmesser und erreicht bis zu 15 cm. Ein Merkmal des Skinners ist hierbei seine Silhouette, denn das Werkzeug verfügt über eine verlängerte Schneide und neigt sich nach außen. Auf diese Weise können selbst gebogene und schwierige Schnittführungen präzise ausgeübt werden. Die Klingenspitze ist dagegen für gewöhnlich etwas abgerundet. Das unterstützt vorsichtige Handgriffe, bei denen keine Bestandteile des Tieres durch die Bearbeitung Schaden nehmen. Als Grundlage einer effizienten Klinge fungiert hauptsächlich stabiles und nicht rostendes Edelstahl.

Der Griff reiht sich in das hochwertige Gesamtkonzept ein und basiert vornehmlich aus Kunststoff. Dadurch ist er sowohl rutschfest als auch unempfindlich. Selbstverständlich rundet eine ergonomische Konstruktion die leichte Handhabung ab und verhilft den Fachleuten, trotz der Menge an Produkten, die täglich präpariert werden, ermüdungsfrei und unangestrengt zu arbeiten. Gerade bei Großbetrieben erweist sich ein derartiger Aufbau als vorteilhaft. Für eine visuelle Abwechslung wurden die Griffe jener Abhäutemesser in verschiedenen Farben hergestellt. Das schafft einen originellen Mehrwert. Insofern der Skinner allerdings von Jägern angewandt wird, differenziert sich sein Äußeres von dem beschriebenen Messer-Modell.

Das Aussehen des Abhäutemessers für Jäger

Wenn das Hautmesser von Jägern genutzt wird, symbolisiert es seinen Verwendungszweck meistens bereits in seinem Erscheinungsbild. Jenes wirkt nämlich deutlich rustikaler als bei den Varianten für die industrielle Anwendung. So sind die Griffe in der Regel aus verschiedenen Holzarten gefertigt und weisen mitunter eine spezielle Maserung auf. Sie verleiht dem Utensil eine urige Note und passt zu der Nutzung in der Natur.

Die Klingenform zeigt hingegen keine gravierenden Unterschiede, doch das gesamte Messer ist wesentlich kleiner als die Version für den Fleischereibetrieb und misst kaum 10 cm Klingenlänge. Schließlich steht hier nicht die Produktivität im Fokus, denn ein Skinner dient bei Jägern nicht dem konstanten Gebrauch für eine Vielzahl an Tieren, sondern wurde für den gelegentlichen Einsatz nach Jagdausflügen konzipiert. Manchmal erschwert die geringe Messer-Größe jedoch die Arbeiten, vor allem dann, wenn der Nutzer kräftige Hände besitzt.

Wiederum liefern manche der Abhäutemesser aber auch eine clevere Kombination aus mehreren Spezialwerkzeugen. Es gibt beispielsweise Versionen mit einer integrierten Aufbruchklinge. Sie befindet sich am Rücken der Messerklinge und eignet sich, um das Wild nach dem Erlegen aufzubrechen. Als Alternative präsentieren einige Klingen auch einen nach außen gebogenen Rücken, der einer sogenannten „Drop-Point-Klinge“ ähnelt. Eine dritte Ausführung vereint die Technik des Parierens mit einem leicht abfallenden Rücken der Messerklinge. Solche Werkzeuge werden vornehmlich als Bowiemesser bezeichnet.

Um dafür zu sorgen, dass der passionierte Jäger sein Schneideutensil griffbereit hat, sind manche Produkte sogar mit einer Riemenöse ausgestattet. Dadurch kann der Nutzer sie komplikationslos an seiner Kleidung befestigen. Unabhängig von dem Messer-Modell und seinen Anwendungsmöglichkeiten, sollte bei dem Gebrauch eines Hautmessers jedoch stets eine korrekte Schnittführung stattfinden.

Tipps für den Umgang mit einem Abhäutemesser

Der Skinner lässt sich nur dann exzellent verwenden, wenn auch die nötige Erfahrung mit dem Häuten vorliegt. Dies erklärt, weshalb ausschließlich Profis mit einem derartigen Werkzeug arbeiten sollten. Andernfalls könnten das Fell und das Fleisch durch unsachgemäße Schnitte in ihrer Qualität gemindert werden. Besonders für gewerbliche Zwecke hätte das erhebliche finanzielle Konsequenzen.

Natürlich setzen jegliche Anwendungen des Spezialmessers ebenfalls die richtigen Sicherheitsmaßnahmen voraus. Darum müssen Nutzer immer mit entsprechender Schutzkleidung, wie Stechschutzhandschuhe, ausgestattet sein. Da es hier vorrangig um die Verarbeitung von Waren geht, die für den Verzehr bestimmt sind, steht die Sauberkeit ebenso im Fokus. Nicht selten sind die Messer deswegen schon vor dem Hintergrund strengster Hygienevorschriften hergestellt worden.

Natürlich wäre es sinnvoll, diese erstklassigen Schneidewerkzeuge kontinuierlich zu schleifen, wofür sich ein herkömmlicher Wetzstahl anbietet. Als Alternative könnten aber auch Wetzstäbe aus unterschiedlichen Materialien, darunter Keramik, angewandt werden. Damit präsentiert das Abhäutemesser ein Höchstmaß an Präzision, wenn es um das Häuten von toten Tieren geht.

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