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Abschmecken

Die Kochtechnik Abschmecken beinhaltet das Probieren und Verfeinern von Speisen. Dabei wird geprüft, ob das entsprechende Gericht die ideale Zusammensetzung der Gewürze hat und sein Geschmack die richtige Intensität besitzt. Insbesondere für Lebensmittel, die über einen unregelmäßigen Säure- oder Salzanteil verfügen, wie gebratener Speck und Obst, ist dieses Verfahren äußerst wichtig.

Das Ziel der Methode ist die harmonische Aromatisierung des Menüs. Daher blickt das Abschmecken auf eine lange Küchentradition zurück und wurde bereits zu frühesten Zeiten genutzt, um Lebensmitteln die passende Würze zu verleihen. Hierfür müssen allerdings mehrere Faktoren zusammenspielen, darunter der Zeitpunkt der Gewürzzugabe, die Abstimmung auf das Lebensmittel sowie das Rezept oder die Wahl der Geschmacksstoffe. Um in diesem Zusammenhang einen aussagekräftigen Geschmackstest zu erzielen, findet das Abschmecken immer vor dem Servieren statt. So kann das Aroma bei Bedarf noch verbessert werden und der Geschmack geht nicht vorzeitig verloren.

Das Abschmecken hat zwar eine ähnliche Funktion wie das Parfümieren, ist jedoch nicht mit dieser Küchentechnik vergleichbar, denn jene verfeinert Speisenkreationen ausschließlich mit Duftstoffen, darunter Likör. Grundsätzlich gibt es aber eine Vielzahl an Gewürzen, die sich als Basis für das Abschmecken eignen.

Die Grundzutaten und Küchenwerkzeuge für das Abschmecken

Die Methode des Abschmeckens wird hauptsächlich in Verbindung mit Salz verwendet. Jenes ist demzufolge das Grundgewürz. Für eine dezente Geschmacksoptimierung setzen Profis äußerst geringe Mengen davon ein. Darum ist die bekannte Prise Salz bei allen Zutaten eine Orientierungshilfe.

Im Gegensatz dazu lassen sich Speisen durch das Abschmecken auch süßen. Dann ist Zucker der zentrale Aromastoff. Selbstverständlich achten Fachkräfte hier ebenfalls auf eine ausgewogene Dosierung.

Neben den beiden Komponenten bilden vor allem Kräuter und Gewürze die Elemente für das Verfahren des Abschmeckens. Eines jener Ausgangsprodukte ist Pfeffer, der in unterschiedlichen Farben vorkommt. Somit gebrauchen Köche die schwarze Variante vornehmlich für dunkle Speisen, unter anderem Wild, und präferieren die weiße Ausführung für Mahlzeiten, deren Optik farblich nicht verändert werden soll. Gewürzmischungen oder Kräuter können zugleich in verschiedene Kategorien, wie würzig, aromatisch oder scharf, unterteilt werden. Zudem müssen sie das Essen im richtigen Moment ergänzen, um den Geschmackseindruck nicht negativ zu beeinflussen. Demnach kommen gemahlene Aromastoffe erst am Ende des Garprozesses zum Einsatz, während ganze Gewürze, wie Nelken, von Beginn an die Zubereitung begleiten. Frische Kräuter perfektionieren den Geschmack hingegen, insofern sie nicht mitgekocht werden. Rosmarin und Petersilie sind hiervon jedoch ausgenommen, weil sie ihr Aroma nur freisetzen, wenn sie einige Zeit mit dem Gericht garen.

Als Küchenwerkzeug für das Abschmecken wird vorrangig ein Löffel oder eine Gabel genutzt. Dadurch können kleine Mengen des Garguts aus dem Topf oder der Pfanne entnommen werden, um sie daraufhin zu verkosten. Aufgrund der Bedeutsamkeit dieser Kochtechnik konnte sie sich sowohl in professionellen Küchen als auch in den Haushalten kochaffiner Amateure bewähren.

Das Abschmecken für Speisen von Hobbyköchen

Da die Vorgehensweise des Abschmeckens das Zentrum von schmackhaften Mahlzeiten ist, wird sie beinahe täglich verwendet. Damit daraus jedoch zufriedenstellende Ergebnisse hervorgehen, benötigen Kochlaien einen sensiblen Gaumen und Erfahrung. Deshalb kann es hilfreich sein, ausführliche Informationen über sämtliche Gewürze und Kräuter einzuholen. Auch eine Geschmacksprobe wäre lohnenswert, denn so wird sichergestellt, dass das Aroma der Produkte den eigenen Vorlieben entspricht. Hier ist es ratsam, die Gewürze direkt in Kombination mit den Zutaten, wie Fleisch oder Gemüse, zu testen. Des Weiteren sollten ausreichende Kenntnisse in puncto Garverhalten vorhanden sein. Dies garantiert, dass die Gewürze nicht zu früh oder zu spät hinzugefügt werden. Gerade bei Lebensmitteln, die keinen geregelten Salzhaushalt haben, muss anfangs ein schwaches Würzen erfolgen. Falls der Geschmack durch diese Methode noch nicht exzellent ist, darf aber am Ende des Garvorgangs nachgewürzt werden. Zusätzlich empfiehlt es sich, heiße Gerichte vor dem Abschmecken etwas auskühlen zu lassen. Andernfalls wären die empfindlichen Geschmacksnerven durch die Hitzeeinwirkung betäubt und könnten keine korrekte Kostprobe durchführen.

Das Verfahren des Abschmeckens dient allerdings nicht nur der geschmacklichen Intensivierung, sondern ermöglicht auch eine Korrektur des Aromas, falls jenes zu ausgeprägt oder zu schwach ist. Welche Gewürze die betreffende Speise abrunden sollen, obliegt aber allein dem Koch. Deswegen sind rezeptgetreue Würzmischungen ebenso erlaubt wie ausgefallene Eigenkreationen. Entscheidend ist allerdings, dass die Aromastoffe zu den verarbeiteten Lebensmitteln und deren Geschmack passen. Gerne dürfen die Gewürze vor ihrer Verwendung noch kurz angeröstet werden, denn dies verstärkt die Freisetzung von Duftstoffen.

Da es bei der Küchentechnik Abschmecken um den Verzehr von Lebensmitteln geht, sollten auch die Hygienevorschriften einen hohen Stellenwert einnehmen. Selbstverständlich ist es daher erforderlich, die Werkzeuge für das Abschmecken sauber zu halten. Für den Fall, dass jener Vorgang wiederholt werden muss oder der Koch verschiedene Speisenkomponenten probiert, ist es ebenfalls unverzichtbar, mehrere Löffel und Gabeln zu gebrauchen.

Auf diese Weise gibt die Kochtechnik Abschmecken jedem die Möglichkeit, seine Menüs durch einen Geschmackstest sowie das Würzen aromatisch zu vollenden.

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