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Buttermesser

Als Buttermesser wird ein eigens zum Verstreichen von Butter und anderen weichen Lebensmitteln geeignetes Messer bezeichnet. Die Gestaltung seiner Klinge kann sich dabei je nach Anwendungszweck unterscheiden, grob folgt die Grundform jedoch seit Jahrhunderten einem einheitlichen Muster. Buttermesser gehören in vielen Haushalten fest zum Küchenbesteck.

Allgemeines zum Buttermesser

Obwohl die Butter der Menschheit seit rund 5.000 Jahren bekannt ist, stellt das dazu passende Buttermesser eine vergleichsweise junge Erfindung dar. Seine Entstehung geht auf die französischen Höfe des 16. Jahrhunderts zurück. In der feineren Gesellschaft war die Verwendung von Gabeln, Spießen und Dolchen zu jener Zeit bereits überholt. Das Design des gebräuchlichen Bestecks wurde damals zudem modernisiert: Spitzen wurden abgerundet – und einige Klingen gänzlich ohne Schliff versehen. Auf diese Weise entstanden Messer, die zum Streichen und Zerstückeln von weichen Lebensmitteln wie Butter, Käse, bestimmte Arten an Wurst oder Quark geeignet waren. Bis in die Anfänge des 18. Jahrhunderts ließen sich – diesem Trend folgend – nach und nach in zahlreichen europäischen Häusern der wohlhabenden Bevölkerung die Buttermesser als fester Bestandteil des Tischbestecks finden.

Die Ausformung der Klinge

Die zum Streichen der Butter erschaffene Klinge ähnelt grob jener eines herkömmlichen Küchenmessers. Sie präsentiert sich schmal und ebenmäßig, läuft zu ihrem Anfang hin aber rund aus. Hier lässt sich zudem an einigen Exemplaren eine kleine Wölbung nach oben erkennen – sie soll der vorhandenen Rundung einen größeren Radius verleihen und somit ein besseres Verstreichen der Butter auf dem Brot ermöglichen. Als Material kommen für die Klinge unterschiedliche Werkstoffe in Betracht. Neben Stahl und Edelstahl haben sich vor allem Keramik und Metall etablieren können. Da die Klinge keinen Schliff aufweisen muss, ist sie in allen ihren Bestandteilen stabil genug, um dem Druck durch den Anwender zu widerstehen. Preiswerte Modelle mögen dabei leicht verbiegen, können allerdings eigenständig und ohne Aufwand wieder korrigiert werden.

Buttermesser mit Wellenschliff

Erst seit wenigen Jahren haben zudem Buttermesser den Markt erobert, die mit einem leichten Wellenschliff versehen sind. Irrtümlich werden solche Klingen immer wieder zum Schneiden von Brot, Wurst oder sogar Fleisch eingesetzt. Auch das Halbieren eines Brötchens kann damit häufig beobachtet werden. Dafür wurde der Schliff jedoch nicht ausgelegt. Er ist eine Entwicklung der Moderne – und passt sich dem Umstand an, dass Butter gegenwärtig meist im Kühlschrank gelagert wird und somit zu hart ist, um mühelos gelöst zu werden. Dank der feinen Kerben wird das Aufnehmen und Verstreichen des tierischen Lebensmittels vereinfacht. Handelt es sich bei der Klinge um ein reines Buttermesser, sollten sämtliche Schneidevorgänge damit unterbleiben. Der Stahl ist für derartige Ansprüche nicht ausgelegt, der Wellenschliff könnte langfristig brechen oder biegen.

Der Spatel statt der Klinge

Etwas seltener lässt sich dagegen eine Ausführung des Buttermessers finden, die auf einen Spatel setzt, statt eine herkömmliche Klinge zu verwenden. Damit lassen sich meist größere Mengen an Butter verteilen. Gebräuchlich sind derartige Modelle vor allem in Frankreich und Italien, wo sie in einer Doppelfunktion auch das Auftragen weicher Käsesorten ermöglichen sollen. Ihr Griff wird somit etwas länger und kräftiger gestaltet, um damit ideal in der Hand des Anwenders zu liegen und diesem das Ausüben selbst größerer Kräfte zu gewährleisten. Bei einigen Entwicklungen weist der Griff im Vergleich zur Klinge auch einen leicht ansteigenden Winkel auf. Hiermit soll dem Messer beim Zerteilen von härteren Stücken Butter oder Käse eine bequeme Hebelwirkung verliehen werden, um ohne Krafteinwirkung ein perfektes Ergebnis zu erzielen.

Die Pflege des Buttermessers

Die meisten heute gebräuchlichen Messer weisen hinsichtlich der Benutzung und der Pflege keine besonderen Anforderungen auf. Häufig handelt es sich hierbei um einen gehärteten Stahl, der zudem über eine schützende Legierung verfügt. Solche Klingen können also problemlos mehrere Durchgänge in der Spülmaschine überstehen, ohne dadurch an Qualität einzubüßen. Etwas anderes ergibt sich allerdings dann, wenn das Messer mit einem Schliff versehen wurde. Hier könnte das Material bei zu großer Hitze erweichen und stumpf werden. Auch der Griff ist zu beachten: Handelt es sich dabei um Metall oder Kunststoff, so neigen diese nur selten zu Beschädigungen. Beide gelten als spülmaschinengeeignet. Lediglich Holz sowie andere natürliche Werkstoffe wie Stein, Edelmetall oder sogar Wicklungen aus Stoff müssen sorgfältiger behandelt werden.

Verwendung anderer Materialien

Neben den erwähnten Werkstoffen lassen sich immer wieder kreativ hergestellte Buttermesser finden. Diese werden etwa aus gehärtetem Silikon oder sogar aus Holz gefertigt und können – abseits der Massenproduktion – perfekt auf die Hand des Anwenders ausgelegt werden. Solche Modelle mögen praktikabel sein und nett aussehen. Insbesondere Holz eignet sich zum Verstreichen von Butter jedoch nicht. Das liegt einerseits daran, dass die natürliche Ressource das Eindringen von Fetten und Säuren nicht verhindern kann. Bei regelmäßiger Benutzung bilden sich in den Tiefen somit Bakterien, die bei der Anwendung auf das Brot gelangen. Andererseits ist auch von speziell präparierten Buttermessern abzusehen, die im Regelfall lasiert wurden. Hier ist ein Eindringen der Fette zwar nicht mehr möglich – doch kommt die gehärtete Lasur in den direkten Kontakt mit der Butter, wodurch sich geschmackliche Veränderungen ergeben könnten.

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