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Cocktail-Shaker

Ein Cocktail-Shaker ist ein Becher, in dem die Zutaten für einen Cocktail vermengt werden. Er zählt deswegen zu den wichtigsten Barwerkzeugen und taucht im gastronomischen und privaten Bereich auf. Seine Bezeichnung leitet sich von dem englischen Wort „to shake“ ab und bedeutet Schütteln. Darum war früher auch der Begriff Schüttelbecher gebräuchlich.

Die primäre Aufgabe des Shakers besteht in der gründlichen Vermischung aller Inhaltsstoffe, die für das Mixgetränk eingesetzt werden. Gleichzeitig kommt es durch die Zugabe von Eis zu einer optimalen Kühlung der Cocktails. Die Grundlage für jene Ziele ist das schwungvolle Schütteln des Bechers. Ein Prozess, der nach bestimmten Richtlinien ausgeführt werden muss.

Die Technik des Shakens

Für die Verwendung des Cocktail-Shakers füllen Barkeeper alle Komponenten des Cocktails in das jeweilige Gefäß, darunter Glas oder Becher, und verschließen jenes fest. Im nächsten Schritt wird der Mixbecher für kurze Zeit energisch geschüttelt. In der Regel genügen dafür etwa 10-20 Sekunden. Handelt es sich bei den Zutaten jedoch um Produkte, wie Sahne oder Eiweiß, oder soll sich ein Schaum auf dem Cocktail bilden, wäre es ratsam, den Vorgang um ein paar Sekunden zu verlängern.

Diese Vorgehensweise hat schon eine lange Tradition, denn der Erfolg des Cocktail-Shakers begann vor vielen Jahren.

Die Geschichte des Cocktail-Shakers

Bevor der Cocktail-Shaker entwickelt wurde, fertigten Fachleute ihre Mixgetränke durch das Verrühren in einem Becher oder das bekannte „rolling“. Jene Methode bezeichnete das kontinuierliche Fließen der Flüssigkeiten von einem Glas in ein zweites. Daraus entstand durch den Barkeeper Jerry Thomas das „throwing“, bei dem die Flüssigkeit aus einem größeren Abstand in den zweiten Becher gefüllt wurde. Mit Beginn der fortschreitenden Cocktailverbreitung und dem zunehmenden Erfolg von Eis trat der Cocktail-Shaker in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts in Erscheinung. Das erste Modell waren zwei Becher, die fest ineinander gesteckt werden konnten. 1872 folgte der dreiteilige Shaker, wodurch sich dieses Barwerkzeug endgültig etablierte. Heute sind daher mehrere Abwandlungen des klassischen Cocktail-Shakers auf dem Markt.

Die Modelle des Cocktail-Shakers

Das Sortiment an Shakern ist inzwischen äußerst umfangreich und setzt sich aus variationsreichen Ausführungen zusammen.

Der Boston Shaker

Dieses Produkt ist recht bekannt und besteht aus einem großen Edelstahlbecher und einem passenden Mixglas. Er ist vor allem in gastronomischen Lokalitäten der USA beliebt. Die Anwendung des Boston Shakers ist jedoch anspruchsvoll, weswegen er meistens von erfahrenen Barkeepern genutzt wird. Sie schätzen ihn wegen seiner Fähigkeit, Cocktails in kürzester Zeit herzustellen.

Außerdem lässt er sich leicht säubern. Für die richtige Verfahrensweise füllen Profis zunächst alle Zutaten mit dem Eis in das Glas und setzen den Metallbecher darauf. Anschließend folgt ein sanfter Schlag, durch den der Becher fest mit dem Mixglas verschlossen wird. Nach dem Schütteln muss der Shaker dann mit der Becherseite nach unten abgestellt und durch einen weiteren, zielgerichteten Schlag geöffnet werden. Am Ende kommt es zum Abseihen des Getränks durch ein Barsieb oder die schmale Öffnung zwischen Mixglas und Metallbecher.

Der zweiteilige Cocktail-Shaker

Jener ist eher in den USA sowie Europa geläufig und trägt deshalb oft den Titel Parisian oder French Shaker. Seine zwei Hälften lassen sich perfekt miteinander verbinden. Optisch erinnert jene Ausführung an den dreiteiligen Cocktail-Shaker, wobei die Verschlusskappe fehlt. Aus diesem Grund muss das Mixgetränk nach der Fertigung erst durch einen Strainer abgeseiht werden.

Der Cobble Shaker

Das Modell bezeichnet einen dreiteiligen Cocktail-Shaker und beinhaltet einen Metallbecher, die dazugehörige Verschlusskappe und einen Aufsatz, in dem sich ein Barsieb befindet. Jener schließt genau mit dem Becher ab und ermöglicht dem Cobble Shaker die effektive Kombination aus Cocktailmixer und Strainer. Der dreiteilige Cocktail-Shaker hat allerdings noch weitere Funktionen, denn seine Verschlusskappe kann alternativ als Barmaß dienen. Dabei misst sie circa 3 cl. oder 1 oz. Dies gleicht einem Pony, einer der zwei Maßeinheiten eines klassischen Jiggers. Ein Cobble Shaker ist vorrangig im privaten Bereich zu finden, weil seine simple Handhabung auch Amateuren zu erstklassigen Cocktails verhilft. Des Weiteren eignet er sich bestens für die Zubereitung von Mixgetränken mit viel Schaum.

Der Speedshaker

Ein innovatives Barwerkzeug, das, dem Namen entsprechend, für eine schnelle Cocktailherstellung konstruiert wurde. Es besteht aus einem einfachen Edelstahlbecher. Für die korrekte Anwendung setzen Barkeeper ihn auf das Glas, in dem das Getränk serviert wird. Demzufolge darf dieses nicht empfindlich oder dünnwandig sein. Ansonsten könnte es durch den Becheraufsatz und das kraftvolle Shaken Schaden nehmen. Zusätzlich lassen sich nur homogene Flüssigkeiten auf diese Weise fertigen. Schließlich wird der Cocktail in dem Mixglas zu dem Gast gebracht, wodurch kein Abseihen möglich ist. Getränke mit festen Komponenten sind daher nicht für den Speedshaker geeignet.

Das gilt auch für das verwendete Eis, welches ebenfalls in der Flüssigkeit bleibt. Idealerweise basieren die Cocktails deshalb auf einer Rezeptur, deren Qualität nicht durch eine Verwässerung beeinträchtigt wird. Gerade auf großen Events ist jene Shaker-Ausführung präsent, denn sie fördert eine einfache und zügige Fertigung vieler Cocktails.

So wird der Cocktail-Shaker zu einem zentralen Bestandteil im Barwesen, dessen Nutzung der Grundstein für kreative Mixgetränke ist.

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