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Deba-Messer

Das Deba-Messer ist eine spezielle Form des japanischen Küchenmessers und dient dem Zerlegen von Fleisch und Fisch. Aus diesem Grund zählt es in seinem Heimatland zu den gängigen Hackmessern.

Seine primäre Funktion ist dabei die präzise Zerteilung der Lebensmittel, ohne deren Qualität negativ zu beeinflussen. Außerdem lässt sich das Deba, wie die Kurzform lautet, für das Zerlegen und Entfernen winziger Knochenstücke sowie feiner Gräten nutzen. Demnach begünstigt es Endresultate, die leicht verzehrt werden können und frei von jeglichen störenden Bestandteilen sind. Oftmals wird ein solches Werkzeug deshalb auch mit dem europäischen Zerlegemesser oder seinem nahen Verwandten, dem Ausbeinmesser, verglichen.

Ein klassisches Deba präsentiert allerdings nicht nur ein Höchstmaß an Perfektion, sondern besitzt zudem eine uralte Tradition.

Die Entstehung des Deba-Messers

Das japanische Hackmesser fand seinen Ursprung im heutigen Tokio. So entstand es in Sakai, das in Osaka gelegen war. Dort wurde es während der Edo-Ära, die etwa von 1603-1868 andauerte, erstmalig gefertigt. Damals stammten die Werke noch von jüngeren Schwertschmieden oder jenen, die diesen Beruf erlernen wollten. Somit blickt das Deba-Messer auf eine lange Geschichte zurück und zählt zu den renommiertesten Schneidewerkzeugen des Landes.

Im Gegensatz zu anderen Regionen steht dort bei der Herstellung von Messern auch heute noch die Kunst im Mittelpunkt, weshalb die Herstellungsmethode einen hohen Stellenwert einnimmt. Deswegen basieren Kriterien, wie Preis, Qualität und Funktionalität auf dem Talent des jeweiligen Schmieds. Ein Aspekt, der auch erklärt, warum die Fertigung von Deba-Messern in Japan stets nach besonderen Richtlinien erfolgt.

Die Produktion von Deba-Messern

Auch in der heutigen Zeit gibt es das Deba-Messer in unterschiedlichen Materialien und Qualitätsstufen. Sie orientieren sich vornehmlich an der Manufaktur, in der sie gefertigt wurden. Folglich gibt es Modelle, die aus der industriellen Massenproduktion stammen und Ausführungen, deren Herstellung in kleinen Traditionsschmieden stattfindet. Sie gelten als Symbol für tadelloses Können, denn sie entstehen in mühsamer Handarbeit und setzen sich aus den edelsten Materialien zusammen.

Daraufhin werden die Messer aus mehrlagigem Stahl in verschiedenen Sorten gefertigt und garantieren bestmögliche Eigenschaften. Schließlich rosten sie nicht, bieten ein Maximum an Schärfe und lassen sich komplikationslos führen. Als Kennzeichen solcher Handwerkskunst signieren die Schmiede ihre Messer am Ende des Produktionsverfahrens und verleihen ihnen dadurch das Gütesiegel. Dieses feste Ritual wurde einst von Schwertschmieden eingeführt, bei denen es üblich war, ausschließlich die Werkzeuge mit einem Zeichen zu veredeln, die zu den Meisterexemplaren gehörten. Demzufolge beweist auch die Signatur auf dem Deba, dass es ein Messer von höchster Kunstfertigkeit ist. Mittlerweile sind allerdings kaum noch Schmiede vorhanden, die jene Arbeit beherrschen und ausüben. Deswegen steigt die Nachfrage unter Kennern, die den Wert eines derartigen Schneidewerkzeugs zu schätzen wissen, kontinuierlich an. Oftmals müssen sie bei den Schmieden sogar mit langjährigen Wartelisten rechnen, um an ein handgearbeitetes Deba-Messer zu gelangen. Da versteht es sich von selbst, dass diese Ausführungen in den preislichen Rahmen von mehreren 1000 Euro übersteigen.

Demgegenüber liefert das Produkt aber auch eine Leistungsfähigkeit, die über Jahrzehnte stabil bleibt und sich von anderen Varianten deutlich abhebt. Natürlich lässt sich das Deba ebenso in einer preiswerten Ausführung und ohne lange Wartezeit erwerben. Deshalb richtet sich der Kauf eher nach den Ansprüchen der Nutzer. Die erfreuen sich obendrein an der außergewöhnlichen Optik des Schneideutensils.

Das Aussehen des Deba-Messers

Ein klassisches Deba-Messer wird von einer überdurchschnittlich breiten und massiven Klinge dominiert. Sie misst 4-6 mm und ist äußerst stabil. Ihre Länge variiert und beläuft sich auf circa 8-20 cm. Die meisten Versionen sind mit einer 12 cm langen Klinge ausgestattet.

Charakteristisch für das Werkzeug ist auch die gerade angelegte Schnittführung, die durch den einseitigen Schliff hervorgerufen wird. Manchmal treten ebenfalls Griffe in einer leicht abgewandelten Form in Erscheinung und sind oval.

Die Werkstoffe für ein Deba können verschieden sein, doch hochwertige Messer-Varianten punkten mit Griffen aus Magnolienholz und besitzen eine Büffelhornzwinge als Halterung für die Messerklinge. Aufgrund der exzellenten Werkstoffe sowie seiner individuellen Silhouette ermöglicht das japanische Hackmesser stetige Präzisionsarbeit auf höchstem Niveau. Sie sollte jedoch durch die richtige Handhabung ergänzt werden.

Das Deba-Messer in der Praxis

Wenngleich der Ausdruck „Hackmesser“ vermuten lässt, dass sich das Deba für hackende Tätigkeiten eignet, dürfen jene nicht damit vollzogen werden. Stattdessen empfiehlt es sich, seine Schneide auf das Lebensmittel zu setzen und unter sanftem Druck hindurchzugleiten. Alternativ dazu lässt sich das gewünschte Ergebnis durch leichte Schläge des Handballens auf den Rücken der Messerklinge erzielen. Diese Schnitttechnik bezeichnet einen Druckschnitt, weswegen sich die Nutzung eines Debas von der Verwendung anderer japanischer Messerarten differenziert.

Wer das Deba-Messer lange Zeit gebrauchen möchte, sollte es aber auch optimal pflegen. Immerhin ist es sehr anfällig und erfordert eine intensive Behandlung. Hierfür wäre es ratsam, das Schneideutensil in regelmäßigen Abständen nachzuschleifen. Dies gelingt am besten mithilfe eines Nassschleifsteins. Des Weiteren ist es sinnvoll, die Klinge des Werkzeugs vor seinem Einsatz mit etwas Kamelienöl einzureiben.

Dadurch wird das Deba-Messer zu einem unübertroffenen Synonym für Schärfe und zerlegt Fleisch sowie Fisch auf beispielhafte Weise.

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