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Drachenfrucht

Die Drachenfrucht ist eine Obstsorte, die der Gattung der Kakteengewächse zugeteilt wird. Ihr botanischer Name lautet Pitahaya, kann aber auch in der Kurzform als Pitaya vorkommen. Ursprünglich trat die exotische Frucht in Südmexiko in Erscheinung, doch heutzutage findet sie sich in vielen Regionen auf der Welt wieder.

Vor allem Vietnam, China, Israel und Nicaragua sind zuverlässige Lieferanten der Pitaya. Mitunter werden aber ebenfalls Drachenfrüchte aus Sri Lanka offeriert, allerdings sind die deutlich kostspieliger, da es dort nicht sehr viele Anbaugebiete gibt. Ohnehin ist die Drachenfrucht eine recht seltene Obstware, was nicht zuletzt an den Umständen liegt, unter denen sie sich bilden kann.

Wissenswertes über die Drachenfrucht

Eine Pitaya entsteht an Kakteen, die sich wahlweise hängend darstellen oder kletternd an Mauerwerken sowie anderen Pflanzen wachsen. Jene sind frei von spitzen Dornen und tragen verhältnismäßig große Blüten. Bei einigen Sorten können diese daher bis zu 30 cm lang sein und in ihrem Durchmesser stolze 25 cm präsentieren. Sie verbreiten einen ausgeprägten aber angenehmen Duft, der sich mit dem Geruch von Jasmin gleichsetzen lässt.

Aus den Blüten treten später die wertvollen Früchte hervor, jedoch geschieht das eher selten. Schließlich dauert es zunächst über zwanzig Jahre, bevor die Pflanzen Früchte tragen und zudem ist ihr charakteristischste Merkmal, dass sie lediglich eine Nacht lang aufblühen, in der die Befruchtung vollzogen werden muss. Daraufhin entwickeln sich, je nach Sorte, die aromatischen Pitayas, von denen sich in europäischen Ländern nur drei verschiedene Ausführungen erwerben lassen. Sie differenzieren sich besonders in puncto Optik und Aroma voneinander.

Die Arten der Drachenfrucht

Die Pitayas sind von einem intensiven Aroma umgeben und zeigen ein originelles Aussehen. Jenes wird geprägt von einer ovalen Form, die einem Rugby-Ball gleicht und einer Schale, deren Struktur schuppig ist. Aus diesem Grund erhielt die Frucht auch die Bezeichnung „Drachenfrucht“, da ihre Oberflächenbeschaffenheit den Hautschuppen eines Drachen ähnelt.

Sie sind circa 10-15 cm lang, haben ein Gewicht von etwa 500 g und beherbergen geleeartiges Fruchtfleisch, das keine störenden Fasern, aber dafür eine Vielzahl winziger, schwarzer Kerne beinhaltet. Das weist Gemeinsamkeiten mit einer Stachelbeere auf und wird von Konsumenten als fruchtig mit Erdbeer-, Bananen- oder Kiwiaroma beschrieben. Es variiert immerhin je nach Sorte, woraus sich einige Eigenheiten ergeben, an denen die jeweilige Ausführung erkannt werden kann.

Zu ihnen gehören:
  • die Hylocereus undatus, die bekannteste Version einer Drachenfrucht. Ihr Geschmack hat eine süße Note, bietet aber auch eine leichte Säure. Die Farbe ist pink oder rötlich mit weißem Fruchtfleisch
  • die Hylocereus monacanthus, deren äußere Farbgebung ebenfalls rötlich-pink ist. Sie besitzt aber tiefrotes Fruchtfleisch und gilt unter den Drachenfrüchten als die aromatischste Variante
  • die Selenicereus megalanthus, eine Sorte mit weißem Fruchtfleisch und gelber Schale, deren Schuppen stärker vertreten sind als bei den pinken Modellen und die Dornen hat. Dadurch erinnert sie an eine Kaktusfeige. Diese werden aber vor dem Transport beseitigt, um Verletzungen zu vermeiden und die Früchte besser lagern zu können. Gelbe Pitahayas sind zwar nicht so geschmacksintensiv wie die Arten mit rotem Fruchtfleisch, punkten allerdings mit einem stärkeren Aroma als die gängigste Ausführung, die Hylocereus undatus.
Im Allgemeinen ist der Geschmack der Drachenfrüchte aber ebenfalls von deren Reifegrad abhängig. Die Inhaltsstoffe sind hingegen bei allen Arten gleich und unterstützen mit ihrem starken Wassergehalt von über 90 % eine kalorienbewusste Ernährung, während die enthaltenen Kalzium- und Eisenanteile eine positive Wirkung auf die Gesundheit haben sollen. Hierfür müssten Verwender aber einige Fakten rund um die Drachenfrucht berücksichtigen.

Die Drachenfrucht im Überblick

Die Pitahaya ist im Grunde das ganze Jahr über erhältlich, jedoch gestaltet sich die Menge der vorrätigen Früchte bedingt durch die spärliche Ernte eher überschaubar. Am häufigsten können Interessenten sie in Feinkostläden oder Supermärkten kaufen. Drachenfrüchte werden aber unreif geerntet, deshalb wäre es ratsam, vor dem Erwerb den Reifegrad zu kontrollieren. Ausschließlich Drachenfrüchte mit satter Farbe, die bei einem kurzen Drucktest nachgeben, sind nämlich verzehrfertig.

Dann lassen sie sich gut bei Zimmertemperatur und regelmäßiger Befeuchtung aufbewahren. Es empfiehlt sich allerdings, sie hängend zu lagern, da Pitayas druckempfindlich sind. Zugleich sollte sich der Genuss auf kleinere Portionen beschränken, ansonsten wirken Drachenfrüchte abführend. Hinsichtlich des Einsatzes als Lebensmittel symbolisieren sie jedoch Vielseitigkeit.

Die Drachenfrucht in der Küchenpraxis

Pitayas sollten roh gegessen werden, weil sie so das geschmackliche Maximum garantieren. Dafür wäre es angebracht, die Früchte mittig durchzuschneiden und das Fruchtfleisch auszulöffeln. Die Schalen sind wiederum nicht für den Verzehr geeignet, lassen sich aber unkompliziert entfernen. Alternativ eignen sich Drachenfrüchte als Bestandteil von Obstsalaten, akzentuieren Teller als Dekoration und sind püriert eine Zutat für Smoothies sowie Cocktails. Wer sie reif nutzen möchte, darf die Obstwaren aber nur für kalte Speisenkreationen gebrauchen und niemals erhitzen, denn dadurch werden sie geschmacklos.

Insofern versehentlich unreife Varianten gekauft wurden, lassen sie sich, trotz fehlender Süße, als Komponente von Wok-Gemüse anwenden oder ersetzen als Beilage die Kartoffel. Dort wäre ein Kochvorgang natürlich erlaubt.

So ist die Drachenfrucht ein seltener Exot mit facettenreichen Kombinationsmöglichkeiten.

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