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Eichblattsalat

Der Eichblattsalat gilt aufgrund seines kräftigen Geschmacks als Besonderheit unter den Salaten. Die in Europa vornehmlich im Westen und Süden angebaute Pflanze blickt auf keine allzu lange Tradition zurück, hat sich in der gehobenen Gastronomie aber längst einen prominenten Namen erworben. Das liegt auch an ihrem Vorkommen hochwertiger B-Vitamine.

Allgemeines zum Eichblattsalat

Unter allen heute bekannten Salaten wirkt der Eichblattsalat noch immer ein wenig exotisch. Er wurde erst im Laufe des 20. Jahrhunderts gezüchtet. Prägend war hierbei der Wunsch der Farmer, ein Gewächs zu besitzen, das immer wieder neue Blätter ausbildet und das somit mehrfach geerntet werden kann. Das ursprünglich in den Vereinigten Staaten angebaute Gewächs mag sonnige Positionen im Garten oder auf dem Feld, stellt hinsichtlich des Bodens aber keine besonderen Anforderungen. Der Name der Pflanze ergibt sich aus der Form der Blätter, die an gefallenes Eichenlaub erinnern. Hier sind farbliche Abweichungen zwischen einem hellen Grün bis hin zu einem tiefen Braun oder einem satten Dunkelrot möglich. Die Ernte erfolgt ab dem Frühjahr bis in den Herbst hinein.

Der Geschmack des Eichblattsalats

Im Unterschied zu vielen anderen Salaten präsentiert der Eichblattsalat ein sehr volles Aroma. Wird er im Frühjahr oder Sommer geerntet, so treten würzige und milde Noten hervor, ein Gedanke an Wiesen und Kräuter prägt sich dem Genießer ein. Im Spätsommer bis in den Herbst nimmt der Salat dagegen einen kräftigen Charakter an. Er deutet nun auf Erde, Moos, Pilze und Nüsse, stellt also einen kulinarischen Spaziergang durch den Wald dar. In jedem Stadium profitieren die Blätter, wenn sie mit anderen Speisen angereichert werden. Die einzelnen Eigenschaften verbinden sich auf diese Weise und lassen neue Harmonien auf der Zunge entstehen. Auch eine Kombination mit Ölen und Dressings empfiehlt sich, wobei diese nicht zurückhaltend ausfallen müssen – je mehr Würze sie mitbringen, desto eher unterstützen sich alle Geschmäcker gegenseitig.

Keine Angst vor Experimenten

Geschmacklich wird der Eichblattsalat übrigens einiges vertragen. Er bringt seine Würze nicht nur in sommerlichen Salaten zur Geltung, wo er mit Tomaten, Kräutern oder Mohrrüben ein rundes Aroma entstehen lässt. Vielmehr kann er auch mit Zwiebeln und sogar Knoblauch kombiniert werden, ohne dabei an Kraft zu verlieren. Als Beilage eignet sich das Grün, um vor allem neben Pilzen, Fleisch oder Käse gereicht zu werden. In diesen Fällen mildert er meist die strengen Eigengeschmäcker der sonstigen Speisen ab, verleiht ihnen eine frische Aura, kann mit seiner nussigen Note aber ebenso einen vorhandenen Charakter unterstreichen. Es empfiehlt sich daher durchaus, der eigenen Kreativität beim Ausprobieren neuer kulinarischer Genüsse mit dem Eichblattsalat freien Lauf zu lassen und dessen wahre Klasse für sich zu entdecken.

Die wertvollen Inhaltsstoffe

Beliebt ist die Pflanze aber vor allem deshalb, weil sie eine der wenigen Quellen der B-Vitamine darstellt. Der regelmäßige Verzehr stärkt somit vor allem die Psyche – das Konzentrieren auf anstehende Aufgaben fällt leichter, eine vorhandene Müdigkeit reduziert sich, die Nerven werden belastbarer. Aber auch das Vitamin C ist enthalten. Dieser essenzielle Baustein kräftigt das Immunsystem und ermöglicht die Abwehr aller in den menschlichen Körper eindringenden Fremdstoffe, Keime und Bakterien. Eisen, Phosphor, Kalium, Kalzium und Magnesium lassen sich ebenso in dem Salat nachweisen. Wer in den Genuss dieser hochwertigen Mineralstoffe kommen möchte, sollte die Ernte aber erst spät im Herbst vornehmen. Der junge Eichblattsalat weist nämlich lediglich ein geringes Vorkommen aller genannten Inhaltsstoffe auf. Deren Menge steigt erst über mehrere Monate des Wachstums an.

Tipps für die Zubereitung

Das Vorkommen an lebenswichtigen Elementen bedeutet aber auch, dass der Eichblattsalat nicht erhitzt werden sollte. Er wird hauptsächlich roh verzehrt – etwa in Salaten oder als Beilage zu anderen Gerichten. Stets empfiehlt es sich, ihn dabei mit ein wenig Salz zu würzen oder ihn mit einigen Tropfen Öl oder Dressing abzurunden. Gerade die spät im Jahr geernteten Blätter können dabei eine wahre Geschmacksexplosion im Mund entstehen lassen und eine bezaubernde Vielfalt an Aromen präsentieren. Wird der Eichblattsalat schon im Frühjahr verspeist, harmoniert er eher mit sommerfrischen Kräutern und Dressings auf der Basis von Obstessig oder der Säure von Südfrüchten. Auch neben lieblichen Weißweinen oder einem edlen roten Tropfen wird der Salat eine gute Figur abgeben. Er eignet sich somit als wahrer Tausendsassa bei der Zubereitung von Speisen.

Die richtige Aufbewahrung

Allerdings gilt der Eichblattsalat nicht nur beim Erhitzen als sehr empfindlich. Er bleibt nach der Ernte meist nur für wenige Stunden im Vollbesitz aller Aromen und Inhaltsstoffe. Schon nach einem halben Tag verliert er an Farbe und Konsistenz, wirkt dann lasch und nässend, wobei er geschmacklich verblasst. Wichtig ist es daher, das Grün nach dem Erwerb in ein feuchtes Küchentuch zu wickeln, um die Haltbarkeit zumindest für wenige Stunden zu verlängern. Daneben hilft es, ihn nicht luftdicht zu verpacken. Die Blätter müssen atmen können, da sie anderenfalls schon nach kurzer Zeit an Qualität einbüßen. Salate, die nicht vollständig verzehrt wurden, eignen sich nicht zur Aufbewahrung. Sie sollten entsorgt werden und somit nicht ein zweites Mal auf den Teller kommen.

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