Sie haben keine Artikel in Ihrem Einkaufswagen.

Koch-Wiki:

Fleischwolf

Der Fleischwolf ist ein Küchengerät, das für das Mahlen, starke Zerkleinern oder Vermischen von Lebensmitteln zum Einsatz kommt. Dieser Vorgang wird in Fachkreisen auch als „Wolfen“ oder „Faschieren“ bezeichnet und ist vor allem in Kombination mit Fleischwaren bekannt. Gleichzeitig lässt sich aber ebenfalls Fisch oder Gemüse bearbeiten.

Das Ziel jener Methodik ist das sanfte Zerhacken der Produkte, wodurch deren Zellstruktur intakt bleibt. Ein Prozess, der eine lange Tradition hat und schon zu früheren Zeiten genutzt wurde, um das berühmte Hackfleisch oder Brät herzustellen. Oftmals werden jene Waren auch als Grundlage für Füllungen verwendet. Der Fleischwolf ersetzt folglich Küchenwerkzeuge, wie das Wiegemesser, die auf demselben Prinzip beruhen.

Um allerdings perfekte Endresultate zu garantieren, ist der Fleischwolf ein komplexes Gerüst aus vielen, einzelnen Komponenten, die fest miteinander verbunden sind.

Der Aufbau von einem Fleischwolf

Der gängige Fleischwolf besteht aus einem Einfülltrichter und einer sogenannten Förderschnecke, die waagerecht positioniert wird. Jene steht in direkter Verbindung zu einer Messerscheibe, die kontinuierlich rotiert. Am Ende befindet sich eine festsitzende Lochscheibe, deren Öffnungen in ihrer Größe variieren können und so die Konsistenz der Endprodukte steuern.

Demnach gilt, je kleiner die Löcher, desto feiner ist die fertige Masse. Zudem beinhaltet ein Fleischwolf einen Antrieb, der entweder auf einem Elektromotor oder einer Handkurbel basiert. In manchen Fällen präsentiert das Gerät auch noch einen dreiteiligen Schneidesatz, ein zweites Messer oder eine weitere Lochscheibe. Dies fördert das Zerkleinern zäher Fleischwaren, ohne dass sich deren Sehnen um die Förderschnecke wickeln und sie blockieren.

Bedingt durch den Aufbau von jenem Gerät verläuft seine Verfahrensweise ebenfalls nach einem festgesetzten Schema.

Die Funktion des Fleischwolfs

Für die korrekte Benutzung eines Fleischwolfs werden die Lebensmittel zum Anfang klein geschnitten. Dabei ist es nicht notwendig, filigran zu arbeiten, es genügen grobe Stücke. Auch die Ausgangsbeschaffenheit der Waren ist uninteressant, weswegen nicht nur rohe, sondern ebenfalls gegarte Produkte verwendet werden dürfen.

Danach folgt das Befüllen des Einfülltrichters mit jenen Waren und das eigentliche Wolfen beginnt. Die Lebensmittel gelangen mittels stetigem Kurbeln oder der Betätigung der Elektronik auf die Förderschnecke, die sie bereits miteinander vermengt und zusammenquetscht. Die Messerscheibe vollzieht dann das finale Zerkleinern und die fertigen Lebensmittel gelangen durch die Öffnungen der Lochscheibe nach außen. Meistens platzieren Fachkräfte dort eine saubere Schüssel, in die das Gehackte hineinfällt. Dadurch kann ein Kontakt mit anderen Waren oder einer nicht sterilen Arbeitsplatte vermieden werden.

Aufgrund der fortschreitenden Weiterentwicklung ist der Fleischwolf jedoch längst nicht mehr ausschließlich in der einfachen Version erhältlich. Erfahrene Konstrukteure sind schließlich bemüht, das Küchengerät so effektiv und vielseitig wie möglich zu gestalten.

Die Abwandlungen des klassischen Fleischwolfs

Neben dem Standard-Modell gibt es noch weitere Ausführungen des Fleischwolfs, die auf modernen, anspruchsvollen Technologien basieren, darunter:
  • die Fleischereimaschine, welche ausschließlich für die professionelle Lebensmittelverarbeitung in Metzgereien zur Verfügung steht. Im Gegensatz zu einem herkömmlichen Fleischwolf ist dieses Gerät in der Lage, eine große Menge an Lebensmitteln in kürzester Zeit zu bearbeiten. Dafür unterliegt die Fleischereimaschine jedoch strengen Richtlinien.
  • der Fleischwolf mit Mischeinrichtung, bei dem unterschiedliche Fleischwaren anfangs gleichmäßig miteinander vermengt werden. Diese Zusatzfunktion tritt für gewöhnlich bei größeren Gerätschaften in Erscheinung und begünstigt das Mischen der einzelnen Komponenten sowie das Unterheben der Gewürzstoffe, bevor die Lebensmittel zerkleinert werden. Dadurch lässt sich eine spätere Vermengung umgehen, die einen negativen Einfluss auf die Produktqualität haben könnte.
  • der Fleischwolf mit Kühlung, der eine besonders fortschrittliche Innovation darstellt und einen zusätzlichen Kompressor beinhaltet, welcher die Lebensmittel während des Zerkleinerns kühlt. Dieses Gerät wurde entwickelt, um den hohen Anforderungen in puncto Sauberkeit und Frische gerecht zu werden.
Im Allgemeinen eignet sich der Fleischwolf allerdings nicht nur für gewerbliche Zwecke, denn auch Hobbyköche nutzen seine Eigenschaften für die Präparation ihrer Waren.

Der Fleischwolf in der privaten Anwendung

Insofern der Fleischwolf die heimischen Kochkünste bereichern soll, ist die Funktionalität entscheidend. Deshalb muss das Küchengerät hochwertig und leistungsfähig sein. In diesem Zusammenhang ist Vorsicht geboten. Der Fleischwolf birgt ein hohes Risiko für Verletzungen und sollte demzufolge niemals unkonzentriert bedient werden. Auch das Nachstopfen mit den Händen, während das Gerät in Betrieb ist, wäre äußerst gefährlich.

Ein weiterer Faktor, der für den reibungslosen Ablauf bei der Verwendung eines Fleischwolfs sorgt, ist die Hygiene. So wäre es sinnvoll, die einzelnen Bestandteile nach jedem Gebrauch zu säubern. Dafür lässt sich das Gerät komplett auseinandernehmen und nach der Reinigung wieder zusammensetzen. Das gelingt durch vorsichtiges Lösen der Befestigungsschraube, die später wieder festgezogen wird.

Wer zudem verschiedene Produkte zerkleinern möchte, kann die Lochscheibe durch andere Vorsätze austauschen. Hierfür ist das Entfernen des Befestigungsrings notwendig. Auf diese Weise ist es möglich, Paniermehl zu produzieren oder Därme mit Farce sowie Brät zu befüllen, um Würstchen herzustellen. Ein völlig anderes Lebensmittel, was durch den Fleischwolf gefertigt werden kann, ist Spritzgebäck. Mit dem passenden Vorsatz entstehen daraufhin Teigwaren, die wahlweise sternförmig oder flach und lang gestreckt aussehen. Somit ist der Fleischwolf ein renommiertes Küchengerät, das Lebensmittel zerkleinert, ohne ihre Membranen zu beschädigen.
Siehe auch:

Testen Sie unseren Newsletter. Es lohnt sich!