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Gartenmelde

Die Gartenmelde ist eine Pflanze, die zu der Gruppe der Fuchsschwanzgewächse zählt und auf eine traditionsreiche Geschichte zurückblickt.

So wurde sie schon vor Tausenden von Jahren kultiviert und gilt als eine der ältesten unter den Kulturpflanzen im gesamten Mitteleuropa. Sie fungiert häufig als Salat-, Färbe- oder Gemüsepflanze, die mitunter auch als spanischer Salat oder Orache bezeichnet wird.

Bedingt durch ihre hervorragenden Eigenschaften konnte sie außerdem zu der Nutzpflanze des Jahres 2000 werden, wozu sie der deutsche Naturschutzbund ernannte. Eine Gartenmelde zeichnet sich aber auch durch ein sehr ästhetisches Äußeres aus, welches ihre Nutzung nachhaltig prägt.

Die klassische Erscheinung der Gartenmelde

Bei der Gartenmelde verbinden sich aromatische Vorzüge und visuelle Originalität. Nicht umsonst werden einige ihrer Varianten als Zierpflanzen genutzt.

Im Allgemeinen wirkt der spanische Salat krautig und kann bis zu 2,5 m hoch werden. Meistens zeigt die Oberfläche der Pflanzenteile einen mehlartigen Überzug sowie eine rötliche Färbung, während der Stängel schräg angeordnet ist und eine grün-streifige Farbe aufweist. Die Laubblätter der Pflanze sind hingegen im Wechsel angeordnet und der Fruchtstand der Gartenmelde ragt normalerweise etwas über. Die Blüten haben ihre Blütezeit immer von Juli bis September.

Die Gartenmelde gibt es in mehreren Ausführungen, darunter Weiß bis Gelb, Grün oder Rot. Sie unterscheiden sich in ihrem Aussehen und der Häufigkeit ihres Vorkommens.

Die rote Gartenmelde

Sie ist besonders wegen ihrer ansprechenden Farbe beliebt und wird oft als Trockenblume verwendet. Dabei sind sowohl ihre Blätter als auch der Stängel von einem harmonischen Kaminrot umgeben, das sich auf der Blattunterseite in ein intensives Pink verwandelt. Außerdem hat diese Pflanzenart rötlich braune Samen, die optisch an die Form einer Niere erinnern. Selbstverständlich kann die rote Gartenmelde aber nicht nur zu Dekorationszwecken gebraucht werden, sondern liefert auch im kulinarischen Bereich viele Nutzungsmöglichkeiten.

Die gelbe Gartenmelde

Diese Sorte besitzt Blätter, deren zartes grün leicht gelblich wirkt, und ist unter den gleichnamigen Pflanzen die bekannteste. Sie wird am meisten angebaut und dementsprechend oft angewandt. Manchmal trägt sie ebenfalls die Bezeichnung weiße Gartenmelde.

Die grüne Gartenmelde

Bei der grünen Gartenmelde finden sich ein kräftiger Wuchs, rundliche Blätter mit glatten Rändern und einem dunkelgrünen Farbton sowie ein kantiger Stängel.

Grundsätzlich gibt es auch noch eine halbrote Variante, diese ist allerdings kaum noch präsent.

Die Gartenmelde ist eigentlich ein recht variationsreiches Produkt, das jedoch mit der Einführung von Spinat in den Hintergrund rückte. Heutzutage wird das delikate Aroma der Pflanze darum eher selten verwendet, obwohl es sich für die Zubereitung vieler Speisen eignet.

Die Gartenmelde in der praktischen Anwendung

Der spanische Salat ist gesund, denn er enthält wertvolle Mineralstoffe, Vitamin A + C sowie Proteine. Sein Geschmack ist leicht bitter und gleicht dem Spinat, weshalb auch der Name spanischer Spinat angewandt wird. Demnach bietet er Kindern eine delikate Alternative, deren Aroma milder ist als das des herkömmlichen Spinats. Dies liegt an der niedrigeren Dosierung der Oxalsäuren.

Die jüngeren Blätter umschmeicheln unterdessen den Geschmack von Salaten, insofern sie roh und gehackt hinzugefügt werden. In Frankreich ist die Pflanze zudem sehr beliebt in Kombination mit Sauerampfer. Die Melde wird bei der Speisenzubereitung aber ebenfalls wegen ihrer färbenden Wirkung benötigt. Somit geben die Blätter der roten Ausführung ihre Farbstoffe an das Kochwasser ab, ohne dabei auszubleichen. Daraufhin kann die Flüssigkeit andere Speisen, wie Suppen, mit einer roten Nuance optimieren. Auch die Samen symbolisieren eine wohlschmeckende Komponente, sollten dafür aber zunächst gekocht werden.

Gerade zu früheren Zeiten kam noch eine weitere Nutzungsform jener Pflanze zum Einsatz, weil ihre Blattmasse auch als Mehl dienen kann.

Die Gartenmelde als Mehlersatz

Wenngleich sich Triebe der Melde, welche erst im Sommer geschnitten werden, nicht mehr für die Aromatisierung von Gerichten eignen, haben sie wichtige Eigenschaften. Aus diesem Grund trocknen erfahrene Kenner sie für circa 3-4 Tage und konservieren sie. Hierbei ist es ratsam, die Produkte nicht zu eng nebeneinander zu positionieren und ihnen wenig Licht zu schenken. Am optimalsten wäre deshalb ein überdachter Lagerplatz mit guter Belüftung und geringer Sonneneinstrahlung.

Nach der Dörrphase lassen sich die Bestandteile in einem Mörser zerkleinern, wodurch sogenanntes Grünmehl entsteht. Jenes galt früher als Nährstoffquelle in der kalten Jahreszeit und hilft zusätzlich bei dem Andicken von Suppen oder Soßen.

Die flexible Nutzung der Gartenmelde orientiert sich aber auch an ihren Anbaubedingungen.

Wissenswertes zum Anbau der Gartenmelde

Die Gartenmelde ist schon circa einen Monat nach ihrer Aussaat erntereif. Es empfiehlt sich aber, je ein oder zwei der Blattpaare stehen zu lassen, damit mehrmals geerntet werden kann. Durch das schnelle Wachstum der Pflanze darf die zweite Ernte bereits vier Wochen später erfolgen. Sie liefert den größten Anteil des Ertrags.

Falls die Gartenmelde blühen soll, wäre es hilfreich, die Fruchtstände zu kappen, bevor die Samen reifen. Dadurch wird eine unkontrollierte Vermehrung unterbunden. Andernfalls könnten die Stiele auch etwa 30 cm über dem Boden abgeschnitten werden, um die Blütezeit komplett zu verhindern.

So ist die Gartenmelde eine altbewährte Pflanze, die mehr als nur wohlschmeckende Resultate hervorbringt.

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