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Gasherd

Als Gasherd wird ein Herd bezeichnet, der hauptsächlich mit Gas betrieben wird. Moderne Geräte verfügen daneben aber auch über einen separaten Stromanschluss, mit dem etwa ein integrierter Ofen beheizt werden kann. Reine Gasherde weisen sinkende Verkaufszahlen auf – und das, obwohl sie im Vergleich zum Kochen mit Elektrizität oder Holz einige Vorteile eröffnen.

Allgemeines zum Gasherd

Ab dem ausgehenden 18. Jahrhundert lösten brennbare Gase in vielen gesellschaftlichen Bereichen Rohstoffe wie Holz oder Kohlen ab. Etwa bei der Beleuchtung öffentlicher Straßen. Ab dem Jahre 1820 aber ebenso in vielen Haushalten: Immer mehr Kochstellen wurden seit dieser Zeit mit Gas gespeist. Eine Tradition, die sich zwar bis heute erhalten hat, die gegenwärtig aber doch starke Rückläufe verzeichnet. Das liegt vor allem auch daran, dass ein unverschlossener Gasherd erhebliche Risiken für die Bewohner auslösen kann – elektrische Herde gelten in diesem Bereich als sicherer. Allerdings verfügen moderne Geräte über mehrere Kontroll- und Regulierungsmöglichkeiten, um einen unerwünschten Austritt des nicht sichtbaren, zumeist aber mit Riechstoffen versehenen Gases zu vermeiden. Die heute gebräuchlichen Modelle weisen also eine nicht unerhebliche Sicherheit auf und können ohne Gefahren verwendet werden.

Die Quelle des Gases

Gasherde werden üblicherweise auf zwei unterschiedliche Arten betrieben. Einerseits ist es dabei möglich, eine externe Gasquelle anzuschließen. Diese wird häufig in einer Gasflasche gesehen, die in bestimmten zeitlichen Abständen befüllt oder ausgetauscht werden muss. Andererseits kann die Speisung mit Gas auch über eine sogenannte Gassteckdose oder die noch in einigen Haushalten befindliche Gasleitung erfolgen. Hier wird das brennbare Material also aus öffentlichen Zugängen genutzt und entsprechend durch die kommunalen Behörden in Rechnung gestellt. Bis vor wenigen Jahren kam dabei das aus der Kohlevergasung bezogene Stadtgas zum Einsatz – dieses wurde jedoch von dem aus natürlichen Quellen gewonnenen Erdgas verdrängt. Allerdings ist die Ressource nicht unbegrenzt verfügbar, wodurch Gasherde nicht als zukunftsfähig gelten. Sie verschwinden nach und nach aus dem Gebrauch.

Eine Regulierung ganz nach Wunsch

Dennoch gibt es gute Gründe dafür, dass sich Gasherde etwa im Bereich der Gastronomie noch immer einen guten Namen bewahren. Sie ermöglichen das Temperieren der Platten innerhalb weniger Sekunden. Und somit derart schnell, dass hier ein deutlicher Vorteil gegenüber den mit Holz oder Strom betriebenen Herden gesehen werden muss. Die Flamme lässt sich binnen Sekunden aufbauen oder reduzieren – selbst moderne Induktionsherde können dieses Tempo nicht erreichen. Ebenso wirft das Kochen mit Gas geringere Kosten als das Kochen mit Strom auf. Gerade in der langfristigen Anwendung in einem Haushalt können sich über die Jahre doch stattliche Einsparungen ergeben. Zumal bei einer soliden Fertigung der Gasanschlüsse ein solcher Herd auch nur selten einmal zu Defekten neigen dürfte und somit eine lange Lebensdauer erreicht.

Eine Frage des Geschmacks

Der hauptsächliche Vorteil des Gasherdes liegt aber darin, dass er vielen Speisen zu einem unvergleichlichen Aroma verhilft. Denn gebraten und gekocht wird hierbei auf offener Flamme, die – je nach Größe des Topfes oder der Pfanne – immer auch in das zu garende Gut züngeln wird. Oftmals entsteht dabei ein intensives Aroma, das rauchige Noten annehmen kann und das in jedem Falle einen starken Charakter offenbart. Insbesondere herzhafte Gerichte profitieren davon, wenn sie etwa unter Zuhilfenahme eines Weins oder Cognacs flambiert werden. Schritte der Veredelung einer Speise, die sich sogar daheim von vielen Hobbyköchen mühelos ausführen lassen. Dennoch ist für das optimale Garen auf offener Flamme immer auch ein wenig Timing und Fingerspitzengefühl erforderlich – Kriterien, die sich bereits nach kurzer Anwendung einstellen.

Die unterschiedlichen Arten

Insgesamt lassen sich vier voneinander abweichende Varianten des Gasherdes finden. Die erste von ihnen umfasst solche Geräte, die ausnahmslos über eine mit Gas betriebene Kochfläche verfügen. Die zweite wird in allen Modellen gesehen, die neben den Kochplatten auch einen Ofen besitzen – hier werden beide Bestandteile durch das Gas gespeist. Demgegenüber werden aber auch Herde angeboten, bei denen entweder die Kochfelder oder der Ofen mit Gas, die jeweils andere Komponente aber mit Strom betrieben wird. Je nach Anwendung und persönlichen Wünschen empfiehlt es sich, jede dieser Entwicklungen vor dem Kauf zu testen. Als vorteilhaft hat sich aber der Gasherd mit elektrisch erhitztem Ofen erwiesen, da hier die bestmögliche Wärmeverteilung gewährleistet wird und unterschiedliche Lebensmittel individuell zubereitet werden können. Privilegien, die andere Herde in dieser Form nicht bieten.

Nicht die guten Töpfe verwenden

Das Kochen auf offener Flamme bedeutet in der Regel aber auch einen erhöhten Reinigungsaufwand. Immer wieder werden sich Rußpartikel an Metall, Stahl oder Keramik finden lassen, die oftmals erst unter erheblichem Aufwand gelöst werden können. Daher empfiehlt es sich, für den Gasherd nicht das beste Set aus Töpfen und Pfannen zu verwenden. Edelstahl kann die rasant ansteigenden Temperaturen zwar mühelos vertragen – die notwendige Prozedur des Säuberns dürfte hingegen sichtbare Spuren hinterlassen. Auch Keramik oder Glas verfärbt sich hier schnell und nimmt eine unappetitliche Tönung an. Deutlich besser für das Geschirr eignen sich also Materialien mit einer robusten und beinahe unverwüstlichen Aura. Hier kommt Gusseisen oder das etwas leichtere Eisenmetall in Betracht – sie sind ähnlich langlebig konzipiert wie der Gasherd.

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