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Gaskocher

Als Gaskocher wird ein zumeist mobil genutzter Kocher bezeichnet, der im Outdoorbereich das Erwärmen von festen und flüssigen Lebensmitteln gewährleistet. Er wird mittels einer Gaskartusche entflammt und kann dabei extrem hohe Temperaturen erzeugen. Das Garen der Speisen wird entsprechend auf ein zeitliches Mindestmaß reduziert.

Allgemeines zum Gaskocher

Das Leben unter freiem Himmel gehört seit Anbeginn zur Menschheit. Der Gebrauch des Feuers zur Abwehr von Tieren, zum Wärmen aller Anwesenden und zum Zubereiten der Speisen war dabei ein unverzichtbares Hilfsmittel. Daran hat sich bis heute wenig geändert. Im Outdoor-, Sport- und Campingbereich wurde das Erzeugen der Flammen aber deutlich vereinfacht. Hier kommen nunmehr kleine Gaskocher zum Einsatz, die innerhalb weniger Minuten eine sehr starke Hitze bilden können. Sie reicht aus, um in Gefäßen von geringem Umfang die mitgeführte Nahrung zu erwärmen oder Wasser zu kochen. Derlei Gaskocher sind in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts für das Militär entwickelt worden, setzten sich im allgemeinen Gebrauch aber erst ab den 1960er Jahren durch. Heute gehören sie zur festen Ausrüstung vieler Wanderer.

Der Standard setzt sich durch

Zwar lassen sich gegenwärtig unterschiedliche Modelle der Gaskocher finden. Je nach Material, Größe und Form sowie der Verarbeitung liegen die Preise bei etwa 20 Euro bis 50 Euro, können sich allerdings rasant erhöhen. Trotz aller abweichenden Merkmale werden die Geräte aber hinsichtlich ihrer Gasquelle nach einem internationalen Standard hergestellt. Dieser Vorgang soll dafür sorgen, dass der Reisende in nahezu jedem Land weltweit einen Nachschub an Gaskartuschen findet. Demgegenüber bieten insbesondere die Discounter aber immer auch Gaskocher und auswechselbare Gaspatronen zu geringen Preisen an – diese entsprechen dem genannten Standard im Regelfall nicht. Wird hierbei die Produktion eingestellt oder ist der Nachschub in anderen Ländern nicht erhältlich, können sich also Probleme ergeben, die bei besserer Planung durchaus vermeidbar gewesen wären.

Leicht, aber robust

Ein weiteres Merkmal vor dem Kauf sollte darin liegen, dass der Gaskocher ein geringes Gewicht aufweist und sich mühelos zusammenklappen lässt. Er nimmt somit im Gepäck nur wenig Stauraum ein – jedes Gramm, das der Wanderer nicht heben muss, wird seinen Komfort erhöhen. Allerdings ist damit stets ein Preisanstieg verbunden. Denn derartige Kocher sind im Regelfall aus leichten und widerstandsfähigen Metallen oder Kunststoffen gefertigt. Speziell das Titan nimmt dabei immer häufiger eine Vorreiterrolle ein. Es trotzt den auftretenden Temperaturen, lässt sich nach dem Einsatz leicht reinigen, ist langlebig und bringt nur äußerst wenig Gewicht auf die Waage. Preiswerte Modelle, die etwa aus Aluminium bestehen, können diese Vorteile üblicherweise nicht auf sich vereinen. Sie empfehlen sich allerdings für Personen, die nur wenige Wanderungen ausführen und die daher auf kein Modell der gehobenen Qualität angewiesen sind.

Nicht nur belangloses Zubehör: Der Windschutz

Seine optimale Kraft kann ein solcher Gaskocher allerdings erst dann abrufen, wenn die Flamme vor Wind und Wetter geschützt ist. Die meisten Geräte im hochpreisigen Segment weisen daher serienmäßig einen Windschutz auf. Er dient zudem der Sicherheit des Anwenders. Denn eine kräftige Brise würde nicht alleine das Feuer löschen oder dafür sorgen, dass das Gas unnütz vergeudet wird. Vielmehr kann es in solchen Fällen auch immer zu Verpuffungen und regelrechten Explosionen kommen, wenn kleine Mengen des Gases mit einem Funken in Berührung geraten. Die Kraft eines solchen Unfalls ist allerdings oftmals derart stark, dass mit Personen- und Sachschäden zu rechnen wäre. Darüber hinaus kann gerade im Sommer aus einem so gelagerten Vorgang ein nicht mehr zu kontrollierender Brand von Wäldern und Wiesen entstehen.

Die leichte Handhabung

Ein weiteres Kriterium bei der Auswahl muss in der problemlosen Bedienung gesehen werden. Denn der Wanderer kann gerade bei extremen Abenteuern immer wieder auch in Gefahrenlagen geraten, in denen ein Gaskocher das mentale und körperliche Wohl bewahrt oder vielleicht sogar das Überleben sichert. Das Entzünden und Regulieren der Flamme sollte daher keine Schwierigkeiten hervorrufen und im Idealfall sogar mit einer Hand bewältigt werden können. Ähnliches gilt für das Wechseln der Gaskartusche. Vom grundsätzlichen Aufbau bis hin zum Kochen von Wasser und Lebensmitteln darf der Betroffene nicht vor unlösbare Aufgaben gestellt werden. Auch das ist ein Punkt, in dem sich die preiswerten von den kostspieligen Modellen häufig unterscheiden.

Das Gas und seine Eigenschaften

Aber nicht alleine der Gaskocher muss allen Anforderungen entsprechen. Auch dem Gas kommt eine hohe Bedeutung zu. Oftmals werden hierfür Propan, Butan oder Isobutan verwendet. Sie unterscheiden sich allerdings in ihren Eigenschaften – etwa in der Frage des Siedepunktes oder darin, ob sie auch bei Minusgraden verwendet werden können. Entsprechend deckt der Wanderer mit dem Kauf einer speziellen Kartusche optimal die Gegebenheiten seines nächsten Abenteuers ab. Nicht mehr unüblich sind zudem Patronen, die ein Gasgemisch enthalten, das möglichst vielseitig in der Anwendung sein soll. Für Laien empfiehlt es sich allerdings, die Planung der Touren nicht zu übereilen und sich insbesondere für den Kauf des Gaskochers die notwendige Zeit für eine Beratung zu nehmen. Denn ein solches Gerät ist einzig dann wirklich hilfreich, wenn es ungeachtet des Wetters und der jeweiligen Situation genutzt werden kann.

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