Warenkorb


Sie haben keine Artikel in Ihrem Einkaufswagen.

Koch-Wiki:

Gekrösemesser

Das Gekrösemesser ist eine spezielle Messer-Ausführung, mit der es gelingt, die Bauchhöhle von Schlachttieren und erlegtem Wild zu öffnen. Darum wird sie oft als Aufbruchmesser betitelt. Außerdem dient sie dem vorsichtigen Auslösen des Darms aus dem sogenannten Mickerfett. Daraus ergibt sich auch die Bezeichnung Gekrösemesser, denn das Wort „Gekröse“ steht in der Fachsprache für den Darm. Das Hauptaugenmerk liegt dabei auf der präzisen Schnittführung, die dafür sorgt, dass die empfindsame und sehr dünne Darmwand nicht beschädigt wird.

Im Allgemeinen hat das Gekrösemesser daher einen festen Platz in dem Messer-Sortiment von professionellen Schlachtereibetrieben, weshalb es zu den klassischen Metzgermessern zählt. Gleichzeitig nutzen das Produkt passionierte Jäger für den fachgerechten Umgang mit dem toten Wild. Mitunter verwenden jene aber auch nur ein Klappmesser mit integrierter Aufbruchklinge. In seltenen Fällen kommt ein Gekrösemesser sogar in privaten Haushalten vor. Damit es jedoch seine Aufgaben fachgerecht ausführen kann, benötigt es eine besondere Form, deren Basis eine einfache Handhabung ist.

Das Aussehen des Gekrösemessers

Das Gekrösemesser hat eine Länge von etwa 15 cm und wird von einer außergewöhnlichen Silhouette dominiert. Diese zeigt eine Klinge, die mit einer nach innen ausgerichteten Krümmung versehen wurde. Der Klingenrücken gestaltet sich daher eher rund. Ein charakteristisches Merkmal an dem Gekrösemesser ist jedoch seine stumpfe Klingenspitze, die von einem metallenen Knopf geziert wird, der sie leicht verdickt. Er verantwortet zugleich die Funktionalität des Schneideutensils und sorgt für eine optimale Handhabung sowie präzise Schnittführungen. Selbstverständlich besitzt die Klinge eine unübertroffene Schärfe, die sie leicht durch die Waren hindurchgleiten lässt. Der beliebteste Werkstoff ist hier Edelstahl, da jenes zudem ein Maximum an Widerstandsfähigkeit gewährleistet und nicht rostet.

In Ergänzung dazu präsentiert der Griff einen ergonomischen Aufbau und punktet mit diversen Extras, die für eine sichere Anwendung des Messers entwickelt wurden. So ist eine breiter gestaltete Daumenauflage ebenso zu finden wie ein verstärkter Fingerschutz. Dadurch kann das Werkzeug auch bei regelmäßigem Gebrauch potenziellen Ermüdungserscheinungen der Hand vorbeugen und gefährliche Schnittverletzungen umgehen. Für gewöhnlich wird der Messergriff dafür aus Kunststoff gefertigt, um die Rutschfestigkeit zu garantieren. Obendrein lässt sich dieses Material leichter reinigen.

Wem die schlichte Erscheinung des Messers nicht zusagt, der profitiert zusätzlich von Griffen in den verschiedensten Farbtönen, darunter Blau oder Gelb.

Im Grunde differenzieren sich die Ausführungen des Gekrösemessers jedoch nach ihrem Einsatzgebiet. Demnach haben die Modelle für Jäger oft ein rustikaler wirkendes Erscheinungsbild, das Holzgriffe mit verschiedenen Maserungen bevorzugt. Richtungsweisend für ein Gekrösemesser sind allerdings nicht ausschließlich seine äußeren Kennzeichen, sondern auch die Technik, mit der es zum Einsatz kommt.

Die Anwendung des Gekrösemessers

Wer das Gekrösemesser verwenden will, ist in der Regel kein Amateur, denn es setzt exakte Schnitte und Anatomiewissen voraus. Hauptsächlich benutzen es Fleischer, wenn die Schlachttiere für den folgenden Zerlegevorgang vorbereitet werden. Hier trägt es wesentlich zu einem reibungslosen und effizienten Arbeiten bei, weil es die Ausübung einer sauberen Schnittführung ohne großen Zeitaufwand ermöglicht.

Zu Beginn wird dafür die Klinge vorsichtig angesetzt und mit der scharfen Schneide nach oben zeigend unter der Hautoberfläche eingeführt. Auf diese Weise kann das Messer die Innereien nicht verletzen. Die Konstruktion der Klingenspitze unterstützt ebenfalls ein solch schonendes Verfahren. Würden die inneren Organe nämlich durch die Schnitte getroffen werden, hätte dies einen erheblichen Qualitätsverlust der Fleischwaren zur Folge. Insbesondere bei gewerblichen Betrieben wäre das mit einem starken finanziellen Verlust verbunden. Darum erfordert die Nutzung des Messers stets handwerkliches Können.

Wenn das Gekrösemesser wiederum bei Wild seine Funktionsfähigkeit unter Beweis stellen soll, erfolgt die Anwendung nach demselben Prinzip. Das Öffnen der Körperhöhle wird dann aber „Aufschärfen“ genannt. Gerade Jäger erfreuen sich bei diesem Werkzeug zudem an der unkomplizierten Handhabung. Sie macht es ihnen leicht, das erlegte Tier zügig und auch bei schwierigen Bedingungen richtig zu bearbeiten. Welche Art von Wildtier präpariert wird, ist dagegen nebensächlich, denn das Gekrösemesser eignet sich für jegliche Spezies. Natürlich wäre es aber ratsam, in diesem Fall noch stärker auf die Hygiene zu achten, damit die Gefahr für eine bedrohliche Bakterienbildung vermieden wird.

Insofern Interessenten ein derartiges Schneideutensil einsetzen möchten, sollte immer ein Messer aus exzellenten Materialien präferiert werden. Die sind zwar deutlich kostspieliger, versprechen aber meisterhafte Resultate. Für gewöhnlich empfiehlt es sich daraufhin, das Gekrösemesser über einen Händler zu beziehen, bei dem es als Fleischereizubehör geführt wird, statt es als Bestandteil der Jagdausrüstung zu ordern. Somit könnten preisliche Ersparnisse erreicht werden. Neben seinen vorrangigen Anwendungsmöglichkeiten ebnet das Werkzeug allerdings auch den Weg zu weiteren Verwendungszwecken. Demzufolge hilft es Nutzern, Fleisch ordnungsgemäß abzuschwarten oder das bekannte „Aus-der-Decke-schlagen“ vorbildlich durchzuführen. Am Ende muss jeder daher selbst entscheiden, wofür er das Utensil einsetzt.

Darum ist das Gekrösemesser die zuverlässige Grundlage für das Öffnen des Bauchraums und das sichere Entfernen des Darms bei Tieren, die für den Verzehr bestimmt sind.