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Getreidemühle

Die Getreidemühle ist ein Gerät, mit dem verschiedene Getreidesorten gemahlen werden. Daher stammt auch der Name Getreidemühle. Die Hauptprodukte für das Gerät sind hierbei Weizen, Dinkel oder Roggen.

Das vorrangige Ziel der Arbeit ist das Hervorbringen von Mehl, das keine Kleie enthält. Gleichzeitig fertigt sie aber auch Selbige und entzieht ihr dafür das Mehl. Obwohl heutzutage oftmals noch immer an altertümliche Windmühlen gedacht wird, wenn es um die Herstellung von Mehl geht, sind solche Einrichtungen längst Vergangenheit.

Inzwischen basieren Getreidemühlen auf fortschrittlichsten Technologien, wodurch sie präzise und hygienisch arbeiten können. Dabei ist das ein Ergebnis der langjährigen Entstehungsgeschichte, die die Getreidemühle besitzt.

Die Entwicklung der Getreidemühle

Gemahlenes Getreide gibt es bereits seit Beginn der Zeitrechnung. Die Art der Herstellung hat sich allerdings mit den Jahren gewandelt. Während anfänglich Handmühlen oder Mörser genutzt wurden, kam es zu stetigen Modernisierungsprozessen, die den Gebrauch von Mühlen kontinuierlich vereinfachen sollten.

So wandten die Menschen in Pompeji erste Kegelmühlen an und die Goten bedienten sich Schiffsmühlen. Aus diesem Grund galt das Gerät seit dem Mittelalter als gängiges Werkzeug für die Zerkleinerung von Getreide. Spätestens 1785 folgte dann der Durchbruch der Getreidemühle, denn zu jenem Zeitpunkt war es Oliver Evans erstmalig gelungen, eine mechanische Mühlen-Variante zu präsentieren, bei der sämtliche Gerätschaften harmonisch aufeinander abgestimmt waren.

Darauf aufbauend kam es zu weiteren Fortschritten in puncto Effizienz und Funktionalität, die 1820 sogenannte Walzenstühle hervorbrachten. Bis heute sind solche Mühlenarten die klassischen Geräte in der industriellen Großproduktion, die nach einem speziellen Muster abläuft.

Die Funktionsweise einer Getreidemühle

Grundsätzlich läuft die Herstellung von Mehl in mehreren Phasen ab. Jede von ihnen hat eine bestimmte Aufgabe, die für die Produktion von qualitativ erstklassigen Resultaten unumgänglich ist. Darum muss jeder Arbeitsabschnitt streng kontrolliert und korrekt durchgeführt werden.

Die Reinigung

Die erste Phase bei der Mehlherstellung wird als Reinigung bezeichnet und soll die homogene Vermahlung in einem behutsamen Verfahren begünstigen. Sie tritt deshalb in dreifacher Ausführung in Erscheinung.
  • die Vorreinigung, die sicherstellt, dass störende Inhalte nicht mit den Grundkomponenten eingelagert werden
  • die Schwarzreinigung, bei der jegliche Anhaftungen auf dem Korn eliminiert werden
  • die Weißreinigung, die unmittelbar vor dem Mahlen eintritt und alle Körner gründlich säubert.
Auf diese Weise erhält das spätere Mehl die idealen Eigenschaften, um sämtliche Backvorgänge positiv zu beeinflussen, ist frei von giftigen Zusätzen, wie Unkrautsamen, und kann bei den Nutzern keinerlei Probleme verursachen. Außerdem schont die Reinigung die Geräte, da durch sie keine Steine in die Apparatur gelangen können. Fortschrittliche Ausführungen bieten hier neben den gewöhnlichen Maschinen, wie Separatoren, einige Zusatzprodukte, darunter Farbsortierer, die noch bessere Ergebnisse erzielen. Somit werden die optimalen Bedingungen für die nächste Phase geschaffen.

Die Netzung

Der zweite Schritt der Vermahlung soll die Ausbeute steigern. Daraufhin wird das Getreide mit Wasserdampf benetzt, was den Feuchtigkeitsanteil erhöht und dazu beiträgt, dass die Schale, auch Kleide genannt, elastisch wird und später leichter von dem Mehlkörper entfernt werden kann. Dann sind die Komponenten richtig vorbereitet, um den letzten Prozess zu durchlaufen.

Die Vermahlung

Getreide für den Bedarf von Menschen wird auf Walzenstühlen, mit diversen Metallwalzen gemahlen, die unterschiedliche Oberflächenbeschaffenheiten aufweisen. Außerdem drehen sie sich in verschiedenen Geschwindigkeiten.

Die Mahlung wird in diesem Zusammenhang in einzelne Passagen unterteilt, die das Schrot zerkleinern, die Plättchen von Mehl und Grieß auflösen und die charakteristischen Mehltypen erzeugen. Je nach Ablauf können hierbei 10-16 Passagen auftauchen, bevor das komplette Getreide vermahlen wurde.

Gerade in Deutschland gibt es etwa 204 Getreidemühlen, die in südlichen Regionen, wie Bayern, beheimatet sind und Millionen Einwohner mit Mehl versorgen. Allerdings ist die Getreidemühle ebenfalls als Küchengerät beliebt.

Die Getreidemühle für den privaten Haushalt

Nicht selten finden sich Getreidemühlen mittlerweile auch in dem Küchenequipment von ambitionierten Laien. Dort sind sie in einer deutlich kleineren Version bekannt und zählen daher zu den typischen Küchengeräten. Solche Apparaturen sind fähig, geringere Getreidemengen für den Eigenbedarf zu mahlen.

Im Allgemeinen wird ein entsprechendes Produkt in drei Modellen offeriert.

Die einfachste Variante ist eine Mühle mit Kurbelantrieb, deren Mahlwerk sich manuell steuern lässt. Demgegenüber gibt es Ausführungen mit Elektromotor, die ein schnelleres Arbeiten fördern und simple Aufsätze für Küchenmaschinen, die ebenfalls Getreide mahlen. Im Gegensatz zu den anderen Modellen nutzen Letztere einen Mahlvorsatz, der auch öllastige Getreidesorten, wie Leinsamen, mahlen kann, allerdings weniger filigrane Endprodukte entstehen lässt. Die Mahlsteine von normalen Getreidemühlen für den Hausgebrauch werden hingegen aus Korund-Keramik oder Naxosbasalt hergestellt und liefern besonders feines Mahlgut. Ihre brüchige Oberfläche eignet sich aber nicht für die Vermahlung von Sesam oder anderen öligen Getreidearten, denn dadurch würden sie langfristig beschädigt werden.

Erhältlich sind die Geräte online oder in Fachgeschäften. Selbstverständlich gibt es sie in mehreren Preisklassen, die zugleich die Leistungsfähigkeit widerspiegeln. Natürlich obliegt die Wahl immer dem Nutzer. Für die bestmögliche Qualität wäre es aber ratsam, ein exzellentes Produkt zu wählen und es nicht für andere Zwecke zu verwenden.

Somit ist die Getreidemühle in jedem Einsatzbereich die zuverlässige Grundlage für fein gemahlenes Getreide.

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