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Grapefruit

Die Grapefruit ist eine exotische Obstsorte, die sich in die Gruppe der Zitruspflanzen einreiht. Somit zählt sie zu den Rautengewächsen. Im Gegensatz zu anderen Mitgliedern ihrer Gattung entstand sie als Kreuzungsprodukt aus einer Pampelmuse und der Orange. Oftmals wird sie daher Pampelmuse genannt, was jedoch keine fachkundige Bezeichnung wäre.

Ihr richtiger Name setzt sich aus zwei Vokabeln zusammen, nämlich „grape“, was für „Traube“ steht und „fruit“, das übersetzt „Frucht“ bedeutet. Eine Betitelung, die sich auf die Wachstumsart der Grapefruit bezieht, welche dem rebenartigen Wuchs der klassischen Weintraube ähnelt. Um jedoch reifen zu können, benötigen die Früchte ein subtropisches Klima, weshalb sie vorrangig in den USA, darunter in Texas und Florida, kultiviert werden. Ein Resultat ihrer langen Entstehungsgeschichte, die in Amerika begann.

Die Entwicklung der Grapefruit

Die ersten Erträge der Grapefruit stammen aus dem Jahre 1750 und waren in Barbados beheimatet. Dort entstanden sie als zufälliges Ergebnis einer ungeplanten Kreuzung. 1823 kamen die Früchte daraufhin nach Florida, wo sie sich schnell etablieren konnten, sodass sich ab 1875 professionelle Zuchten niederließen, die Grapefruits für die Lebensmittelindustrie anbauten.

Noch heute finden sich dort entsprechende Ernteregionen. Bedingt durch ihre Optik wird die Obstware hierbei ebenfalls Paradiesapfel genannt. Schließlich präsentieren Grapefruits ein ästhetisches Erscheinungsbild.

Die Grapefruit im Überblick

Grapefruits wachsen an Bäumen, deren Blattbestand immergrün ist und die ungefähr 5-6 m hoch werden. In Ausnahmefällen erreicht ihre Wuchshöhe aber sogar 15 m. Die jüngeren Triebe zeigen sich recht kantig und weisen manchmal eine leichte Behaarung auf, während die Blätter eine ovale Form mit abgestumpfter Spitze haben und circa 15 cm lang sowie äußerst dünn sind. In Ergänzung dazu werden die Blüten von einem angenehmen Duft begleitet und schimmern weiß.

Die Früchte lassen sich den Beeren zuordnen, bilden sich in Rebenform aus und glänzen stets mit einer runden Silhouette. Im Durchmesser sind sie etwa 10-15 cm und ihre Optik gleicht im Grunde der von anderen Zitrusfrüchten. Demnach besitzen Grapefruits eine dicke Schale mit winzigen Poren, durch die sie uneben wirkt. Für gewöhnlich variiert die Farbe der Außenhaut je nach Sorte ebenso wie bei dem Fruchtfleisch, welches in die charakteristischen Segmente der Zitruspflanzen unterteilt ist. Gerade bei Grapefruits zeigt es allerdings eine sehr feste Verwachsung mit der Schale, was eine Trennung schwieriger macht. Abgerundet wird das Innenleben durch winzige Samen mit einer glatten Oberfläche, deren Anzahl ebenfalls abhängig von der Ausführung der Obstart ist.

Das Aroma der Grapefruit besticht stets mit einer herben, leicht bitteren Note, die bei manchen Varianten von einer wohldosierten Süße unterstützt wird. Die Intensität orientiert sich allerdings an der Sorte, von denen es mittlerweile um die 20 auf dem Markt gibt.

Die Ausführungen der Grapefruit

Im Allgemeinen können die exotischen Zitrusfrüchte das ganze Jahr über erworben werden. Welche Art aber die eigenen Speisenkreationen bereichern soll, obliegt allein dem Konsumenten.

In diesem Zusammenhang lassen sich Grapefruits in zwei Hauptgruppen unterteilen:
  • weiße Varianten, deren Schalen gelblich und hell sind. Sie werden von einem gelben Fruchtfleisch geziert und schmecken herbe. Eine der bekanntesten Sorten ist hier die „weiße Jaffa“.
  • rote Versionen, deren äußere Hautschicht von einem rötlichen oder tiefroten Farbton umgeben ist und bei denen das Fruchtfleisch eine rosafarbene Nuance besitzt. Insbesondere die „Red blush“ und die „Ruby Red“ dominieren jenes Sortiment, das ein lieblicheres sowie süßes Aroma verbreitet.
Zusätzlich kam es mit den Jahren zu der Erfindung vieler anderer Kreuzungen, wie der „Sweety“, der „Mineola“ oder der überdurchschnittlich süßen „Star Ruby“.

Nicht selten werden Grapefruits auch mit Pampelmusen oder Orangen gleichgesetzt, doch die herbsüßen Exoten sind kleiner und deutlich säuerlicher als die herkömmlichen Pampelmusen, haben aber wiederum geringere Maße als Orangen. Wem Grapefruits dann als Zutat für seine Kochvariationen dienen sollen, der muss bei dem Einkauf einige Fakten beachten.

Küchentipps für den Umgang mit der Grapefruit

Begeisterte Hobbyköche, denen die Süße bei Grapefruits wichtig ist, sollten Produkte mit fleckigen Schalen wählen. Die weisen auf ein mildes Aroma hin. Gleichzeitig empfiehlt es sich, das Herkunftsland zu berücksichtigen, da die klimatischen Bedingungen den Geschmack ebenfalls beeinflussen. Grapefruits aus semitropischen Gebieten haben demzufolge weniger Säure als Mittelmeerfrüchte.

Außerdem bieten sie die beste Qualität, wenn sie für einige Wochen bei circa 15 Grad lagern, denn das vereinfacht die Arbeit mit den Früchten und steigert ihre Aromenfreisetzung. Im Kühlschrank wären Grapefruits jedoch nicht passend aufgehoben. Die wenigen Kalorien machen das Obst obendrein zu einem geschätzten Lebensmittel. Personen, die auf Medikamente angewiesen sind, sollten sie allerdings nicht essen, da Grapefruits die Wirkung jener aufheben und zu gefährlichen Begleiterscheinungen führen können.

Als Speisenkomponente tauchen die Exoten wiederum filetiert oder halbiert auf und akzentuieren das Frühstück. Des Weiteren veredeln sie pikante Fisch- oder Geflügelgerichte und liefern Nachspeisen sowie Gelees eine herbere Note. Gerne lassen sie sich auch mit anderen, süßeren Früchten zu einem frischen Obstsalat vereinen und wem eine originellere Darreichungsform vorschwebt, der serviert die Frucht gegrillt.

Damit schmeichelt die Grapefruit verschiedenen Speisen durch ihr unvergleichliches bittersüßes Aroma.

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