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Guave

Die Guave gehört zu den ausgefalleneren Beerenfrüchten und entspringt den Myrtengewächsen. In botanischen Kreisen wird sie auch als Echte Guave oder Guajave bezeichnet. Am Anfang ihrer Entwicklungsgeschichte war sie in den tropischen Teilen von Amerika beheimatet. Es gelang ihr allerdings, eine starke Ausbreitung zu erzielen, weswegen die Frucht mittlerweile in Florida, Kalifornien, Südamerika, Mexiko, Indien und im Süden Afrikas angebaut wird.

Folglich gedeiht eine Guave in allen Teilen der Welt, die ein subtropisches Klima besitzen. Das erklärt auch, warum es mehrere Sorten einer Guave, wie Erdbeer- oder Ananasguave, gibt. Dabei gilt sie nicht zwangsläufig als reine Obstware, sondern zählt eher zu den Medizin- und Nutzpflanzen. Dafür präsentiert sie eine Vielzahl an Eigenschaften, die auf ihrem Erscheinungsbild beruhen.

Der Aufbau einer Guave

Guaven reifen an Bäumen oder kräftigen Sträuchern, die zu den immergrünen Pflanzen gehören. Ihre Form könnte mit einer Birne verglichen werden, obwohl die beiden Obstsorten sonst keine Gemeinsamkeiten haben. Guaven erreichen einen Durchmesser von 3-12 cm und sind meistens zwischen 25 und 50 g schwer.

Ihre Schale zeigt eine kräftige grünlich-gelbe Farbe, während das Fruchtfleisch farblich wandelbar ist. Manche Sorten erstrahlen in Weiß mit leichter Grünnote und andere sind geprägt von einem intensiven Rot. Die Konsistenz lässt sich als weich bezeichnen, wobei sehr reife Früchte fast schleimig sind. Gerade in der Nähe der vorhandenen, winzigen Kerne. Ihre Anzahl ist allerdings abhängig von der Sorte der Frucht. Erdbeerguaven enthalten beispielsweise sehr viele der Samen.

Grundsätzlich punkten die exotischen Früchte dann mit einem erfrischenden Geschmack, bei dem sich eine dezente Süße und eine säuerliche Note vereinen. Die Vergleiche reichen hier von Quitten über Birnen bis hin zu Stachelbeeren. Ein Merkmal der Guave ist auch ihr betörender und starker Duft. Zusätzlich sind die Obstwaren saftig und stecken voller positiver Inhaltsstoffe, wie Kalzium, Vitamin C und Eisen, die der Gesundheit nutzen. Um von ihnen jedoch zu profitieren, sind bei dem Kauf und der Lagerung einige Kriterien zu beachten.

Wissenswerte Infos über die Guave

Eine Guave hat keine bestimmte Saison, sondern wird von Supermärkten oder Feinkostläden das ganze Jahr über geführt. Leider sind die feinen Früchte aber nicht in großen Mengen erhältlich. Wer solche seltenen Exoten also anwenden möchte, sollte bestrebt sein, reife Ausführungen zu bekommen.

Sie werden leicht an ihrer kräftig gelben Schale erkannt, die obendrein winzige schwarze Pünktchen besitzt. Zugleich beweisen Guaven den richtigen Reifegrad mit einem wohlriechenden und intensiven Duft. Es wäre zudem hilfreich, auf eine unversehrte und glatte Außenhaut zu achten, weil Unebenheiten an der Oberfläche eher ein Zeichen für Guaven in schlechterer Qualität sind. Schließlich dürfen die Früchte niemals zu eng aneinander gelagert oder unsanft behandelt werden, weil sie eine ausgeprägte Druckempfindlichkeit haben. Ein abschließender Drucktest rundet die Begutachtung ab, sollte aber demnach nur vorsichtig zur Anwendung kommen, um die Schale nicht unnötig zu beschädigen. Sobald hierbei kein Widerstand zu spüren ist, wäre die Frucht verzehrfertig. Selbstverständlich dürfen aber auch unreife Varianten gekauft werden, da sie bei passenden Zimmertemperaturen schnell die nötige Reife erhalten. Essen sollten Interessenten sie jedoch nicht. Immerhin verursachen sie ein unangenehmes, pelziges Gefühl im Mund und schmecken äußerst sauer.

Alternativ bieten asiatische Lebensmittelgeschäfte Guaven in bearbeiteter Form als Dosenfrüchte an, doch sie büßen häufig ihr Aroma und ihre Nährstoffe ein. Besonders als Zutat für kreative Menüs sollten die Produkte daher frisch sein.

Die Guave in der Küchenpraxis

Bevor die Guave verwendet werden kann, ist es notwendig, sie zu waschen. Zwar lässt sie sich komplett verspeisen, aber ihre Schale schmeckt etwas bitter, weshalb viele Koch-Laien jene entfernen. Neben der rohen Nutzung eignet sich die Frucht daraufhin für Dessert, Marmelade, Kompott oder ein würziges Chutney. Des Weiteren liefern die Guaven einen frisch-fruchtigen Belag für Backwaren, wie Torten und Kuchen, oder tauchen als Nektar sowie als Zutat von Multivitaminsäften auf.

Eine andere Zusammensetzung wären Guaven in Kombination mit deftigeren Mahlzeiten, denn sie harmonieren ebenfalls mit Hackfleischgerichten oder bieten sich als Komponente zu pikantem Frischkäse an. Je nach Bedarf kann die Frucht dafür auch schonend gegart werden, was ihr noch eine ästhetische lachsrote Färbung schenkt. In Asien ist sie wiederum ein Klassiker als Obst, das mit einem zarten Akzent in Form von Zucker und Zimt serviert wird.

Für den Fall, dass die Schalen ebenfalls genutzt werden sollen, gelingt das in modernen Salatarrangements oder Puddings. Die Rinde der Sträucher, an denen die Guave wächst, ist hingegen ein altbewährtes Gerbmittel. Ihren Ruf als Heilpflanze verdankt sie demgegenüber ihren positiven Eigenschaften in Bezug auf Zahnschmerzen oder andere leichte Leiden, wofür die Hawaiianer und Mittelamerikaner aus den Blättern der Myrtengewächse einen Aufguss zubereiten. Zudem findet sich Guavenextrakt auch in Spülmitteln. Die eigentliche Frucht hat jedoch lediglich in den Küchen der Welt eine Bedeutung. Optimieren die Exoten dort ein Gericht, sollte allerdings von hochwertigen Produkten Gebrauch gemacht werden.

So kann die Guave das Maximum an Aroma verbreiten und veredelt die Speise obendrein durch einen unvergleichlichen Geruch, der den Appetit jedes Feinschmeckers anregt.

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