Warenkorb


Sie haben keine Artikel in Ihrem Einkaufswagen.

Koch-Wiki:

Handrührgerät

Das Handrührgerät ist ein Küchenwerkzeug, das flüssige Substanzen oder Teigmasse verrührt. Gleichzeitig dient es dem Steifschlagen von Sahne. Darum wird das Produkt auch als Sahneschläger bezeichnet.

Im Zentrum der Arbeit steht dabei eine effiziente Technik, die Zeit spart, keinen großen Kraftaufwand erfordert und ein homogenes Endresultat erzielt, das keinerlei Klümpchen oder Rückstände besitzt. Aus diesem Grund punktet ein Handrührgerät mit Flexibilität und gehört zu den typischen Utensilien in jedem Haushalt.

Oftmals fällt in dem Zusammenhang auch der Begriff Handmixer, wenngleich jener keine exakte Betitelung ist. Er wurde jedoch während der Entwicklungsgeschichte des Handrührgeräts in Umlauf gebracht und konnte sich im alltäglichen Sprachgebrauch etablieren. Im Allgemeinen blickt das Küchenwerkzeug schließlich auf eine lange Tradition und eine beeindruckende Geschichte zurück.

Die Entstehung des Handrührgeräts

Der Ursprung des Handrührgeräts ist in der Renaissance angesiedelt, denn dort kam es erstmalig zu der Nutzung von Eischnee. Einerseits fungierte er als Triebmittel für diverse Backvorgänge und andererseits war er eine Grundzutat vieler Süßspeisen. Um ihn fachgerecht herstellen zu können, benötigten die Menschen ein entsprechendes Werkzeug. So folgte die Entwicklung des Schneebesens, der gegen Ende des 18. Jahrhunderts die Küchen eroberte. Er bildete folglich den Vorgänger des Handrührgeräts. Allerdings war die Ausübung der Technik mit enormen Anstrengungen verbunden und konnte bei der Zubereitung größerer Mengen mehrere Stunden in Anspruch nehmen. Dies verstärkte sich, als die industrielle Revolution beendet war und viele Haushalte nicht länger über Personal verfügten.

Dank des Fortschritts in der Technologie gelang es jedoch 1856, das erste Handrührgerät zu lancieren, das die anfallenden Küchenarbeiten erleichtern sollte. Da die Gerätschaft in der Regel recht preiswert zu erwerben war, erfreute sie sich großer Beliebtheit. Dadurch kamen weitere Modelle auf den Markt, die immer neue Formen und Funktionen präsentierten.

Eine davon wurde 1870 eingeführt und unter dem Namen „Dover“ angeboten. Ihr Erscheinungsbild prägten zwei Schneebesen mit größerem Umfang sowie das notwendige Handrad für die Bedienung. Eine Konstellation, die auch heute noch für mechanische Rührgeräte ausschlaggebend ist. Interessant an der Erfindung jenes Küchenutensils war allerdings, dass seine Verwendung ebenso viel Mühe und Zeit voraussetzte wie die Nutzung eines Schneebesens. Daher traf die hohe Nachfrage an Handrührgeräten nicht bei jedem Profi auf Verständnis.

Mit der Verbreitung der Elektrizität nahm die Debatte um das Rührwerkzeug aber ab, denn zu Beginn des 20. Jahrhunderts führten Hersteller die ersten elektrischen Geräte ein. Sie erleichterten die Zubereitung von verschiedenen Gerichten und wurden zu einem wahren Meilenstein in der Industrie. Anfänglich gebrauchten allerdings lediglich professionelle Betriebe solche Gerätschaften in Form von Standmixern. Erst im Jahre 1952 gelang es dem Modell „MixMaster“, die heimischen Küchen zu erobern. So war das elektrische Handrührgerät geboren und schaffte es binnen kürzester Zeit, zu einem unverzichtbaren Bestandteil der Küchenausstattung zu werden. Im Laufe der Jahre traten unzählige Weiterentwicklungen in Erscheinung, die das Arbeiten mit dem Produkt vereinfachen sollten. Die Optik blieb allerdings weitestgehend erhalten und die Leistungsfähigkeit basiert ebenfalls bis zum heutigen Tag auf dem Ausgangskonzept. Mittlerweile ist aber ein breit gefächertes Sortiment an Handrührgeräten vorhanden, aus denen Nutzer die optimalste Variante für ihre Ansprüche wählen dürfen.

Der Aufbau und die Ausführungen des Handrührgeräts

Grundsätzlich beruht die Funktionalität eines Handrührgeräts auf den zwei Schneebesen, die fest in der passenden Vorrichtung verankert werden und kontinuierlich in entgegengesetzte Richtungen rotieren. Sie sind für gewöhnlich austauschbar, sodass nicht nur klassische Rührbesen, sondern auch robuste Knethaken zu der gängigen Ausrüstung eines Handrührgeräts gehören.

Welche der Rührwerkzeuge letztendlich zum Einsatz kommen, liegt dann meistens an dem Verwendungszweck. Immerhin lassen sich schwerere Teigwaren eher durchkneten, während flüssige Sahne den Gebrauch eines Schneebesens erfordert. Damit die Rührutensilien problemlos ausgewechselt werden können, inkludieren die modernen Handrührgeräte eine zusätzliche Auswurftaste.

Die Intensität des Rührens ist hierbei abhängig von der zu bearbeitenden Masse. Manche Substanzen sind nämlich empfindlich und dürfen ausschließlich vorsichtig vermengt werden. Deswegen haben nahezu alle Handrührgeräte unterschiedliche Geschwindigkeitsstufen oder lassen sich stufenlos einstellen. In manchen Fällen gibt es ebenfalls eine Turbo-Taste, die den Arbeitsablauf beschleunigt.

Selbstverständlich ist ein Handrührgerät in variablen Preisklassen zu finden, die sich auch in puncto Leistung und Zubehör widerspiegeln. Wer beispielsweise ein erleseneres Produkt bevorzugt, erhält weitere Aufsätze, wie einen Passierstab, einen Stabmixer oder einen Zerkleinerer. Auf diese Weise verbreitert sich das Spektrum der Küchenarbeiten um ein vielfaches. Andere Versionen punkten hingegen mit einer integrierten Rührschüssel oder einem Tischständer. Der Stromverbrauch gestaltet sich wiederum angemessen und beeinträchtigt die Nutzung des Geräts nicht. Für eine fröhliche Erscheinung bietet das Produkt ebenfalls verschiedene Farben.

Der Umgang mit einem Handrührgerät ist natürlich unkompliziert, insofern die Grundmasse gemäß dem Rezept angefertigt wurde. Des Weiteren wäre es sinnvoll, die Anwendung immer an die jeweilige Substanz anzupassen. Dadurch bleibt deren Konsistenz erhalten, wird nicht zu flüssig oder flockt aus. Damit das Küchenutensil lange funktionstüchtig bleibt, empfiehlt es sich, die Rührbesen nach jedem Gebrauch zu reinigen und das Gerät, nach der Trennung vom Stromkreis, mit einem feuchten Tuch zu säubern.

So ist das Handrührgerät die Basis für jegliche Rührarbeiten.

Testen Sie unseren Newsletter.