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Holunder

Der Holunder ist eine Pflanze, die den Moschuskrautgewächsen untersteht und meistens in gemäßigten Klimazonen sowie in höher gelegenen Regionen gedeiht. In der Fachsprache wird er „Sambucus“ genannt. Im Allgemeinen besitzt der Holunder eine beeindruckende Geschichte, denn er wurde schon zu prähistorischen Zeiten wegen seiner färbenden Wirkung eingesetzt und fungierte zugleich als Nahrungsmittel.

Vor allem die Wachstumsbedingungen, Standorte und Aufgaben variieren bei dieser Pflanzenart aber, da es auf der Welt mehr als zehn Sorten von ihr gibt. Folglich dient die Bezeichnung „Holunder“ eher als Oberbegriff für die einzelnen Ausführungen. Gerade in Mitteleuropa konnten sich allerdings nur drei Sorten etablieren, von denen der sogenannte Schwarze Holunder der präsenteste ist.

Der Schwarze Holunder

Schwarzer Holunder wird von vielen Konsumenten schlicht Holunder genannt, weil er die bekannteste Art unter solchen Pflanzen ist. Gleichzeitig kennen ihn Interessenten aus den norddeutschen Gebieten auch als Fliederbeerenbusch. Schwarzer Holunder zählt zu den Straucharten, die in Mitteleuropa vorherrschend sind, wächst allerdings ebenfalls in Westsibirien oder Nordindien und blickt auf eine lange Tradition zurück.

Schon die Germanen kannten jene Pflanze und waren davon überzeugt, dass Holda, eine Schutzgöttin, in ihr beheimatet sei. Deswegen pflanzten sie den Holunder vor ihren Häusern, um ihren Besitz vor Gefahren, wie Feuer, zu behüten. Bis heute ist der Schwarze Holunder ein geschätztes Produkt für die Heil- und Lebensmittelherstellung. Die Pflanze zeigt ihre Vorzüge aber auch durch eine unvergleichliche Optik.

Das Aussehen des Schwarzen Holunders

Der Schwarze Holunder ist normalerweise ein Strauch oder ein kleinerer Baum mit einer Größe von circa 11 m, der von einem intensiven Duft umgeben wird. Seine Blüten haben eine weiße oder hellgelbe Farbe. Charakteristisch an ihm sind seine Früchte, die Holunderbeeren, welche oftmals auch als Fliederbeeren bezeichnet werden. Sie gehören eigentlich zu den Steinfrüchten, besitzen eine rundliche Form und messen nur circa 6 mm. In puncto Farbe zeigen sie sich recht wandelbar, denn anfangs erscheinen sie rötlich, während sie mit zunehmender Reife einen tiefschwarzen Ton erhalten. Außerdem verfärben sich parallel zu den Früchten auch die Stiele de Pflanze und werden rot.

Der Geschmack wird von einer leichten säuerlich-süßen Note umspielt. Die Blütezeit des Schwarzen Holunders ist von August bis September, wobei er keine anspruchsvolle Behandlung benötigt. Die Pflanze zeichnet sich stattdessen durch ihre Frostresistenz und ihre Robustheit aus. Dadurch kann sie Konsumenten eine Vielzahl an Produkten bieten, mit denen mehrere Lebensmittel akzentuiert werden.

Küchentipps in Bezug auf den Schwarzen Holunder

Grundsätzlich ist der Schwarze Holunder ein Vitamin C-Lieferant, der gerade in den kälteren Jahreszeiten die Abwehrkräfte mobilisieren soll. Um davon jedoch zu profitieren, müssen gewisse Regeln beachtet werden. Aufgrund von potenziellen Giftstoffen wäre der Verzehr von rohen Früchten nämlich äußerst bedenklich. Darum empfiehlt es sich, die Beeren vorab von den Stielen zu befreien und zu kochen. In Verbindung damit sollten die Verwender auf den Saft achten, denn er lässt sich nur sehr schwer bis gar nicht aus der Kleidung oder anderen Produkten entfernen.

Anschließend eignen sich Holunderbeeren als Zutaten von Gelee, roter Grütze oder diversen Säften. Hierbei kombinieren ambitionierte Feinschmecker sie gerne mit anderen Obstsorten, um ihr Aroma zu verfeinern. Zusätzlich sind sie gängige Bestandteile verschiedener Backwerke oder fungieren als Hauptkomponenten in der berühmten Fliederbeersuppe. Des Weiteren verwenden Konsumenten die Früchte in Spirituosen, wie Grog oder Obstbränden. Es wäre allerdings sinnvoll, ausschließlich reife Beeren zu nutzen. Wer sie nicht frisch kaufen möchte, kann sie auch problemlos bis zu ihrer Verwendung einfrieren.

Die Blüten des Schwarzen Holunders lassen sich ebenfalls für Getränke einsetzen. Dann bereichert ihr Aroma Sekt oder Limonade. Abgerundet wird das Angebot an Kreationen durch Blüten, die in einer dünnen Panade aus Mehl, Eiern und anderen Zutaten gewälzt sowie danach kurz frittiert werden. Neben dem Schwarzen Holunder gibt es jedoch noch weitere Sorten im mittleren Europa, wie den Roten Holunder.

Zusammenfassung über den Roten Holunder

Der Rote Holunder trägt auch den Namen Hirschtraube oder Bergholunder. Eine Betitelung, die auf den Gebieten beruht, in denen er auftaucht. So gedeiht er in höher gelegenen Wäldern oder an schattigen Plätzen und ist in Europa und im Westen Asiens vertreten. Roter Holunder bezeichnet einen Strauch, der circa 1-3 m hoch wächst.

Die steinigen Früchte sind deutlich winziger als die gängigeren schwarzen Holunderbeeren und präsentieren eine intensive, rote Färbung. Im Gegensatz zu den Fliederbeeren ragen sie nach oben, weil sie nur ein sehr geringes Gewicht haben.

Leider sind sie nicht für jeden Interessenten geeignet, weil sie fette Öle beinhalten. Ansonsten lassen sie sich genau wie schwarze Holunderbeeren zu Saft oder Fruchtaufstrichen verarbeiten. Komplettiert wird die Artenvielfalt dann durch den Zwergholunder.

Zusammenfassung über den Zwergholunder

Zwergholunder ist am unbekanntesten unter den Holunderarten, da sich die schwarzen Steinfrüchte nicht zum Verzehr eignen. Viel eher wird die krautige Pflanze mit einem bis zu 150 cm hohen Wuchs zur Zierde oder für die Befestigung von Dünen angewandt. Ein besonderes Merkmal ist sein penetranter Geruch.

Im Grunde hat der Schwarze Holunder jedoch eine Monopolstellung und begünstigt die Aromatisierung vieler Lebensmittel.

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