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Hopfentriebe

Hinter dem Begriff Hopfentriebe verbergen sich die überschüssigen Bestandteile einer Hopfenpflanze. Sie liegen ursprünglich unter der Erde und sprießen empor, sobald der Hopfen wächst. Da jener jedoch einen kräftigeren Wuchs zeigt, solange ihn nur drei seiner Triebe umgeben, werden die restlichen von den Bauern entfernt.

Ihre Spitzen sind aber äußerst aromatisch und haben einen Geschmack, der sich mit dem von Brokkoli vergleichen lässt. Deswegen nutzen Kenner die Hopfentriebe als Gemüse bei der warmen oder kalten Speisenzubereitung. Oftmals sind sie hier auch unter der Bezeichnung Sprossen oder Hopfenspargel geläufig. Letztere beruht auf den weißen Spitzen der Hopfentriebe, die äußerlich an Spargel erinnern und ausgesprochen wohlschmeckend sind.

Wenngleich das Gemüse in Fachkreisen längst als Delikatesse bekannt ist, war es lange Zeit in Vergessenheit geraten. Eine Reaktion auf den Wandel in der Landwirtschaft, denn Hopfentriebe konnten ihre positiven Eigenschaften zuvor schon einmal unter Beweis stellen.

Die Geschichte der Hopfentriebe

Die Nutzung der Hopfentriebe hat bereits eine lange Tradition. Vor allem zu früheren Zeiten wurden die überschüssigen Triebe immer mitgeerntet. Damals waren Lebensmittel schließlich kostbar, weswegen jedes essbare Produkt auch Verwendung fand. Deshalb brachten Bauern die Hopfensprossen mit auf ihre Höfe und verarbeiteten sie bei der Zubereitung von diversen Gerichten. Demzufolge galten die Triebe ehemals als Gemüsebeilage der einfachen Leute.

Bedingt durch den zunehmenden Fortschritt, die Entstehung der Massenproduktion und den Druck, Lebensmittel schnellstmöglich zu ernten, rückte das Gemüse allerdings in den Hintergrund. Seine zeitaufwendige Ernte, die bei einem Ertrag von etwa fünf kg bis zu zwei Stunden in Anspruch nimmt, ließ sich eben nicht mit den modernen Technologien und dem vorherrschenden Wettbewerb vereinbaren. Darum wurden die Hopfensprossen meistens als Abfallprodukte entsorgt.

Mittlerweile erlebt das Gemüse jedoch eine neue Ära, da immer mehr Menschen den feinen Geschmack des Hopfenspargels zu schätzen wissen. Darum wird das Produkt heutzutage wieder geerntet. Im Gegensatz zu den damaligen Umständen schlägt sich der mühsame Ernteprozess inzwischen aber auch auf den Preis nieder, sodass Hopfentriebe in der aktuellen Lebensmittelindustrie als Delikatesse gelten. Dies spiegelt sich ebenfalls in ihren vielfältigen Anwendungsmöglichkeiten wieder, denn die Sprossen bereichern unzählige Gerichte mit einem unverwechselbaren Aroma.
Der Hopfenspargel konnte sich schon bei mehreren Menüs etablieren, da sein Geschmack zu vielen Lebensmitteln passt.

Folglich kann er in roher Form verzehrt werden oder umspielt die Aromen von frischem Salat. Hierbei empfiehlt es sich, das Produkt für circa zwei Stunden in der jeweiligen Marinade ziehen zu lassen. Außerdem werten fein gehakte Hopfentriebe Speisen optisch auf, weswegen sie gerne als Tellergarnitur eingesetzt werden. Gleichzeitig nutzen Fachleute die Sprossen als Komponente bei der Herstellung von Mayonnaise oder der berühmten Sauce hollandaise. Wer es dagegen klassischer mag, der kocht die Hopfentriebe und gebraucht sie daraufhin als Gemüse für Suppen oder als Beilage zu verschiedenen Gerichten. Auch das fortschrittliche Dampfgaren könnte in Kombination mit den Sprossen eingesetzt werden, während Profis sie ebenfalls präferieren, um aus ihnen den Belag einer herzhaften Quiche entstehen zu lassen. Das Garverhalten der Hopfentriebe gleicht in diesem Zusammenhang dem des wilden Spargels.

Für ambitionierte Hobbyköche, die nicht nur von den gängigen Vorzügen des Produkts profitieren möchten, findet sich obendrein eine originelle Anwendungsmethode, die Geschmack und Verzierung vereint.

Die Hopfentriebe als Dekoration

Amateure, die mit Leidenschaft kochen und stetig nach neuen Impressionen suchen, sollten die Hopfentriebe als Gemüseband nutzen. Auf diese Weise gelingt ein aromatischer Akzent bei den verwendeten Rohkostprodukten und jene werden zusätzlich durch ein ästhetisches Erscheinungsbild perfektioniert.

Dafür müssen die Sprossen zunächst in Gemüsefond köcheln. Je nach Länge und Dicke dauert dieser Vorgang in etwa 4-5 Minuten. Anschließend wird das gegarte Gemüse mit einigen Trieben umwickelt. Hier wäre es vorteilhaft, Rohkostprodukte zu wählen, die geschmacklich zu dem Hopfenspargel passen, darunter Spargel oder Möhren.

Am Ende kann das fertige Bündel noch mit heißer Butter überzogen werden. So präsentiert es einen ansprechenden Glanz. Hopfentriebe zeichnen sich demzufolge durch facettenreiche Eigenschaften aus.

Wissenswerte Fakten zu den Hopfentrieben

Um den Hopfenspargel optimal anwenden zu können, ist es notwendig, ihn ordnungsgemäß zu pflücken. Demnach sollten die einzelnen Triebe, wenn sie abgebrochen werden, niemals länger sein als 15-20 cm.

Zugleich müssen sie sich vor ihrem Gebrauch einer gründlichen Reinigung unterziehen, damit sie frei von jeglichen Rückständen und Erde sind. Die besten geschmacklichen Resultate werden bei der Verwendung von sehr jungen Trieben erreicht. Des Weiteren haben Hopfensprossen eine recht kurze Saison und sind lediglich von Mitte März bis zum Ende des Aprilmonats erhältlich. Diese Zeit ist ebenfalls abhängig von der Qualität des Bodens und der dortigen Witterung.

Für gewöhnlich liefern die Bauern die geernteten Triebe direkt zu den gastronomischen Lokalitäten, die mit Hopfenspargel arbeiten oder das Gemüse wird auf dem Wochenmarkt angeboten. Besonders delikat sind die Sprossen zu Lammgerichten. Als Getränk eignet sich zu Speisen mit Hopfenspargel dagegen stets ein Bier.

Damit sind Hopfentriebe ein altbewährtes Gemüse, das von einer unscheinbaren Beilage zu einer kostspieligen Rarität bei der Lebensmittelverarbeitung wurde und den anspruchsvollen Gaumen von Gourmets erfreut.

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