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Kaisergranat

Als Kaisergranat wird ein hummer- und krebsähnliches Tier bezeichnet, das in kühlen Meeresregionen beheimatet ist. Die Zubereitung des Fleisches gilt als einfach, der Geschmack hingegen zählt zu den Delikatessen. Durch sein geringes Vorkommen an Fetten und Kalorien eignet sich der Kaisergranat zudem für die gesunde und ausgewogene Küche sowie für einen vitalen Lebensstil.

Allgemeines zum Kaisergranat

Die Bezeichnung „Kaisergranat“ löst vielfach eine gewisse Ahnungslosigkeit aus. Bekannter ist der Wasserbewohner hingegen als „Scampo“ – in der Mehrzahl auch als „Scampi“. Das hummerähnliche Tier lebt im Mittelmeer sowie im nordöstlichen Atlantik. Es schätzt kühle bis kalte Temperaturen, vergräbt sich am Tage im Sand des Gewässers und stellt in der Nacht kleinen Schnecken oder Plankton nach. Der Kaisergranat erreicht dabei eine Länge von 20 bis 25 Zentimetern – und ist somit deutlich kleiner als ein Hummer. Lediglich die rötliche und lachsähnliche Färbung sowie die gesamte Gestalt erinnern an das etwas größere Vorbild. Der Kaisergranat gehörte in den letzten Jahren stets zu den kommerziell wertvollsten Arten an Hummern und Krebsen, die gefangen wurden – als Lebensmittel wird er über das gesamte Jahr angeboten.

Der Kaisergranat als Nahrungsmittel

Dass sich der Kaisergranat einer derart hohen Beliebtheit erfreut, ist keine Überraschung. Mit gerade einmal 65 Kalorien pro 100 Gramm präsentiert sich die Speise sehr leicht und bekömmlich. Fette weist sie nur in äußerst kleinen Mengen auf – die sich zudem durch das Garen verflüchtigen. Das Vorkommen an Nährwerten in dem Fleisch fällt aber ebenso gering aus. Bis auf einige Eiweißverbindungen und Salze werden durch den Verzehr so gut wie keine Vitamine oder Mineralstoffe aufgenommen. Allerdings gehört der Kaisergranat zu den Krustentieren und gilt somit in einigen Fällen als allergieauslösend. Vor dem ersten Genuss sollte daher stets über das Probieren kleiner Mengen überprüft werden, ob etwaige Unverträglichkeiten auftreten. Sie könnten in Schwindelgefühlen, Verdauungsprobleme oder dem Erscheinen von Rötungen und Ausschlägen auf der Haut erkennbar sein.

Die Zubereitung des Kaisergranat

Der Kaisergranat lässt sich in der Küche mühelos verarbeiten. Wichtig dabei ist es, zunächst den Kopf sowie die beiden Scheren des Tieres zu lösen. Das gelingt meist bereits durch das Abdrehen per Hand. Größere Scheren können anschließend geknackt werden, um an das in ihnen befindliche Fleisch zu gelangen – bei kleineren Exemplaren wäre die Ausbeute den Aufwand hingegen nicht wert. Der Körper des Krebstieres wird sodann leicht unter der flachen Hand bearbeitet. Er sollte aufbrechen, ohne dabei zu zerdrücken. Entscheidend ist es, dass sich der Panzer öffnen lässt – ihm kann das transparente Fleisch nun in einem Stück entnommen werden. Dieses wird mittig aufgeschnitten, um den darin befindlichen Darm freizulegen. Er ist durch seine dunkle Färbung sichtbar und kann ganz einfach gelöst werden.

Mild im Geschmack

Wurde der Kaisergranat derart für die Verarbeitung zubereitet, sollte er schon einen sehr frischen, anregenden, immer auch leicht süßlichen Duft verbreiten. Seltener präsentiert er sich erdig oder salzig. Eigenschaften, die zudem das Fleisch beim Verzehr aufweist. Der Geschmack ist dezent wahrnehmbar, ohne dabei eine allzu große Präsenz zu erlangen. Dennoch umschmeichelt er den Gaumen stets mit einer lieblichen Note, die ein wenig an sonnengereifte Früchte erinnert. Übrigens stellt sich dabei eine Besonderheit ein: Je kälter die Temperaturen des Gewässers ausfielen, in denen der Kaisergranat gelebt hat, desto feiner und milder wird der Geschmack ausgeprägt. Die bereits angesprochenen salzigen oder erdigen Noten sind hingegen erst dann erkennbar, wenn das Tier in eher wärmeren Regionen gefangen wurde – oder wenn es einer Zuchtstation mit unzureichender Qualität entstammt.

Tipps für die Zubereitung

In der Verarbeitung erweist sich der Kaisergranat als weitgehend anspruchslos – und eignet sich daher auch für Hobbyköche und Laien. Er kann gekocht, gebraten, gegrillt oder gedünstet werden. Die dem Fleisch anhaftende Milde und die leichte Süße lassen sich jedoch sehr gut mit kräftigen Aromen kombinieren. Das scharfe Anbraten in Butter oder Öl sowie das Abschmecken mit Knoblauch verleiht der Speise oft eine ausgewogene Balance. Aber auch das Anrichten mit knackigem Sommergemüse und einer Weißweinsoße tragen zur Veredelung des Fleisches bei. Als Geheimtipp gilt zudem das Braten in der Schale, wobei jede Seite etwa zwei Minuten lang der Hitze ausgesetzt werden sollte. Ebenso kann der vor dem Erwärmen entfernte Panzer zum Auskochen genutzt werden, um daraus einen Fond für Suppen und Soßen zu gewinnen.

Vorsicht beim Kauf

Wer den bestmöglichen Geschmack erhalten möchte, sollte den Kaisergranat nicht bedenkenlos erwerben. Er wird zwar in frischem sowie in tiefgekühltem Zustand angeboten – doch seine Güte weicht vielfach grob voneinander ab. Die erwähnte lachfarbene bis rötliche Tönung des Panzers sollte erkennbar sein. Exemplare, die nicht mehr als frisch gelten, verblassen dagegen und tendieren zu einem sehr schwachen Orange oder sogar einem leichten Gelb. Auch der Geruch kann Aufschluss über die Qualität geben. Moderige und salzige Noten sind lediglich unterschwellig wahrnehmbar, dürfen also in keinem Falle dominieren. Nach dem Kauf muss der Kaisergranat zudem innerhalb weniger Stunden zubereitet werden. Er übersteht zwar die Aufbewahrung für zwei bis drei Tage im Kühlschrank, büßt dabei aber bereits spürbar an Charakter ein.

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