Warenkorb


Sie haben keine Artikel in Ihrem Einkaufswagen.

Koch-Wiki:

Palette (Küchengerät)

Als Palette wird ein Alleskönner für die Küche bezeichnet. Das Gerät ähnelt in seiner Ausformung einem flachen Tortenheber oder einem breiten – und stumpfen – Messer. Seine Anwendungsgebiete fallen zahlreich aus. Als Materialien für das Blatt kommen Metall, Stahl, Keramik und Kunststoff in Betracht.

Allgemeines zur Palette

In der Küche fallen zahlreiche Aufgaben an. Da lohnt es sich, als Werkzeug und Hilfsmittel einen Allrounder zu verwenden, der unterschiedliche Anforderungen erfüllt. Er spart damit nicht alleine Geld, sondern auch wertvollen Stauraum. Ein solcher Alleskönner kann in der Palette gesehen werden. Das Gerät wurde erstmals im 18. Jahrhundert verwendet und soll am französischen Königshof beim Glätten des Tortenteigs wertvolle Dienste geleistet haben. Das sehr flache und längliche Exemplar verfügt über ein Blatt und einen Griff. Das Blatt ähnelt der Klinge eines Messers, ist regelmäßig aber nicht geschärft. Dennoch kann es unterschiedliche Formen annehmen und dabei auch spitz zulaufen. Ebenso sind einige Paletten gekrümmt, um sie beim Arbeitseinsatz besser gebrauchen zu können oder Lebensmittel auf ihnen zu transportieren.

Zum Verstreichen von Teig

In der Bäckerei kommt die Palette häufig dann zur Anwendung, wenn ein Teig möglichst glatt verstrichen werden soll oder wenn das Auftragen einer Glasur erfolgt. In diesem Falle wirkt das Hilfsmittel wie ein Spatel, der mit seiner ebenen Fläche ein akkurates Verteilen ermöglicht. Wichtig dabei ist es allerdings, mit wenig Druck aus der Hand zu arbeiten. Das Eigengewicht der Palette fällt zwar vielfach nur gering aus, dennoch genügt es bereits, um gemeinsam mit dem verbreiterten Blatt sämtliche Strukturen im Teig zu minimieren und diesem eine ungetrübte Oberfläche zu verleihen. Idealerweise wird dabei eine gekrümmte Palette verwendet, da sie besser auf dem Teig aufliegt und somit der aus der Handhaltung resultierende Neigungswinkel umgangen wird. Die Verwendung gestaltet sich einfach und wird auch für Laien keine Mühen hervorrufen.

Zum Schneiden verwendbar

Zwar mag die Palette keine geschärfte Klinge aufweisen. Dennoch ist ihr Blatt zumeist derart dünn gefertigt, dass es weiche Lebensmittel durchtrennen kann. Auch hier wäre also eine Anwendung bei Kuchen und Torten denkbar. Bereits beim Backen stellt die Palette zudem eine wichtige Unterstützung dar, weil sie das Abteilen bestimmter Mengen vom Teig problemlos absolviert. Ebenso kann die kalte Butter mit ihr halbiert oder sogar eine Zitrone angeschnitten werden. Insbesondere Paletten aus Metall oder feinem Stahl werden dabei so geformt oder geschmiedet, dass sie eine Schneidekante aufweisen, die jedoch nicht geschärft wird. Meist genügt schon der stumpfe Rand, um weiche Speisen und Rohstoffe zu bearbeiten. Selten weisen Paletten dagegen einen strukturierten oder gezahnten Seitenbereich auf: Zum Zerteilen fester Produkte soll weiterhin das Messer zum Einsatz kommen.

Als Tortenheber geeignet

Ist der Kuchen dann fertig, so können also einzelne Stücke mit der Palette abgeteilt werden. Auch das Herausheben ist damit möglich. Das Blatt weist im Regelfall eine Breite von wenigstens fünf Zentimetern auf. Besonders breite Exemplare werden auf 15 Zentimeter ausgedehnt. Damit ist das Transportieren selbst dickerer Tortenstücke mühelos möglich. Allerdings muss das Gewicht der Speise bedacht werden. Dünne Blätter aus nicht geschmiedetem Stahl oder Metall erweisen sich bei längeren Modellen oft als brüchig oder biegsam. Das Heben empfiehlt sich somit ausnahmslos bei leichten Speisen. Und auch bei ihnen werden bevorzugt die gekrümmten Blätter eingesetzt, da sie ein komfortables Tragen erlauben. Der aus Metall, Holz oder Kunststoff gefertigte Griff lässt sich dabei bequem in die Hand legen und sollte derart lang sein, dass er von allen Fingern umschlossen wird.

Die Palette aus Metall

Traditionell werden Paletten aus soliden Materialien gefertigt. Metalle, Edelstahl oder Stahl bieten sich dafür an. Diese Werkstoffe können in die gewünschte Form gebogen werden. Auch ein Schmieden ist möglich, wobei der sehr feine Stahl am Ende der Verarbeitung auf eine Stärke von einem oder zwei Millimeter ausgewalzt wird. Zudem kann das Blatt mit Löchern oder Schlitzen versehen werden. Wird die Palette als Heber verwendet, laufen durch diese Öffnungen etwa flüssige Fette ab. Zu achten ist allerdings darauf, dass geschmiedete Blätter nicht mit allzu stark erhitzten Lebensmitteln in Kontakt kommen. Hierbei könnte sich der Härtegrad des Stahls verändern und sogar an Güte verlieren. Ein Bruch der Palette wäre wahrscheinlich.

Die Palette aus Kunststoff

In der modernen Küche lassen sich aber immer mehr Paletten finden, die aus Kunststoff hergestellt werden. Diese gelten trotz ihrer feinen Form als relativ robust, wobei das Material im Vergleich zu Stahl oder Metall spätestens beim Schneiden doch erste Mängel offenbart. Soll das Blatt eine längere Lebensdauer aufweisen, so empfehlen sich Paletten aus Keramik. Mit ihnen können weiche Nahrungsmittel durchtrennt werden, ohne dass sich eine Abstumpfung ergibt. Auch ein Zerkratzen oder Beschädigen der sehr harten Oberfläche ist vielfach nicht möglich – eine solche Palette wird daher eine Haltbarkeit von vielen Jahren erreichen. Sie besitzt ihre Nachteile allerdings bei gefrorenen Speisen. Eiskonfekt oder gekühlte Torten bringen die Zusammensetzung des Materials in Bewegung, wodurch auch hier der Härtegrad absinken kann. Neben Metall und Stahl stellt Keramik dennoch den besten Werkstoff für die Palette dar.

Testen Sie unseren Newsletter.