Sie haben keine Artikel in Ihrem Einkaufswagen.

Koch-Wiki:

Perlzwiebel

Die Perlzwiebel ist ein kleines Lebensmittel, das zu der Gruppe der Lauchgewächse gehört. Sie gilt folglich als kultiviertes Resultat des Ackerlauchs. Im Grunde besteht deswegen keine starke Ähnlichkeit zu den herkömmlichen Speisezwiebeln. Stattdessen ist sie eher mit dem Lauch gleichzusetzen.

Perlzwiebeln werden meist nicht in demselben Umfang angebaut wie andere Zwiebelarten. Ihre vorrangigen Anbaugebiete sind hierbei Italien, Deutschland und die Niederlande.

Trotzdem die Perlzwiebel äußerlich nahezu identisch gegenüber der Silberzwiebel ist, dürfen die beiden Sorten nicht miteinander verglichen werden, denn sie unterstehen differenten botanischen Ursprüngen. Charakteristisch für die Perlzwiebel ist aber in erster Linie ihr Aussehen, das sich deutlich von anderen Ausführungen abhebt.

Die Erscheinung und der Geschmack der Perlzwiebeln

Eine Perlzwiebel ist recht klein und erreicht nur einen Durchmesser etwa von 15-35 mm. Ihre Schale ist weiß und einen silbernen Schimmer, wodurch sie optisch an eine Perle erinnert.

Bedingt durch ihre minimalistische Größe lässt sich die Zwiebel oft schwer von ihrer Haut trennen. Um sie zu verarbeiten, empfiehlt es sich deshalb, sie vorab kurzzeitig mit heißem Wasser zu überbrühen und danach eiskalt abzuschrecken. Auf diese Weise kann das Produkt leichter von seiner Schale befreit werden.

Ihr Geschmack ist hingegen ebenso zart wie ihr Aussehen, sodass die Perlzwiebel lediglich von einer unaufdringlichen Schärfe umgeben wird. Grundsätzlich lassen sich die kleinen Zwiebeln dabei in zwei verschiedene Rubriken unterteilen, die unechten und echten Perlzwiebeln.

Echte und unechte Perlzwiebeln

Der größte Unterschied zwischen echten und unechten Perlzwiebeln ist ihre Herkunft. Ihr verdanken die beiden Sorten auch ihren Namen.

So entstammt die echte Variante den klassischen Zwiebeln und ist nur mit dem Lauch verwandt, während unechte Sorten die direkten Erzeugnisse aus jungen Lauchgewächsen sind und deswegen eigentlich dieser Art zugeordnet werden müssen.

Unabhängig von ihrem Ursprung sind die Perlzwiebeln aber immer eine Seltenheit in den Küchen der Welt, wenngleich ihre Würze für viele Zwecke geeignet wäre.

Die Anwendung der Perlzwiebeln

Perlzwiebeln sind ausgesprochen schwer erhältlich. Gerade rohe Produkte gibt es kaum auf Märkten oder in Fachgeschäften. Meistens treten sie deswegen in Verbindung mit industriellen Waren in Erscheinung. Schließlich bilden Perlzwiebeln eine der Grundzutaten in sauren Konserven, wie Mixed Pickles.

Die kleinen Zwiebeln lassen sich jedoch auch auf andere Art zubereiten und verströmen ihr ausgewogenes Aroma gerne in Kombination mit verschiedenen Menüs. Wem es also gelingt, die Perlzwiebel in naturbelassener Form zu erwerben, der sollte sie demzufolge auch korrekt anwenden. Darum wäre zu beachten, dass sich dieses Produkt nicht als reiner Ersatz für gewöhnliches Zwiebelgemüse anbietet. Die Größe und der Geschmack weichen zu sehr von dem Original ab, weswegen andere Zubereitungsmethoden wesentlich vorteilhafter sind. Natürlich dürfen die Perlzwiebeln dennoch als Gemüse genutzt werden, denn ihre aromatische Würze akzentuiert so manches Fleischgericht. Dafür lassen sich die kleinen Zwiebeln glasieren oder karamellisieren, was ihnen gleichzeitig eine schöne Färbung verleiht. Anschließend können sie gemeinsam mit der jeweiligen Speise auf dem Teller serviert werden. Alternativ wäre es ebenfalls möglich, sie als Bestandteil von geschmortem Gemüse zu gebrauchen.

Nicht die einzige Kreation, für die Perlzwiebeln ideal sind. Immerhin liefern sie ebenfalls eine delikate Ergänzung für Soßen. Sie können beispielsweise in eine feine Rotweinsoße eingearbeitet werden. In diesem Zusammenhang wäre es hilfreich, die Flüssigkeit für eine gewisse Zeit einzukochen, damit sie ein intensiveres Aroma annimmt. Zugleich kann es sinnvoll sein, die flüssige Substanz eine Weile ziehen zu lassen. Falls die Perlzwiebeln ausschließlich den Geschmack unterstreichen sollen, aber nicht als finale Soßenzutat erwünscht sind, müssen sie am Ende des Herstellungsverfahrens wieder entnommen werden. Dies gelingt am besten mithilfe von einem feinen Sieb, durch das die Soße passiert wird. Obendrein harmonieren Perlzwiebeln gut mit anderen Gewürzen, wie Rosmarin. Insofern können mehrere Zusammenstellungen angewandt werden, um für das Optimum an Aroma zu sorgen. Wichtig ist allerdings, dass die Dosierung in einem gleichmäßigen Verhältnis zueinander stattfindet und zu dem Gericht passt, da es andernfalls nicht zu dem beabsichtigten Ergebnis kommt.

Gerne dürfen die Perlzwiebeln aber auch als reine Garnitur von kalten Büffets in Erscheinung treten. Dort schaffen sie eine gelungene Vereinigung aus ästhetischer Dekoration und aromatischer Beilage. Eine tragende Rolle spielen Perlzwiebeln ebenfalls bei der Zubereitung von Antipasti. Sollte die rohe Version jedoch nicht zur Verfügung stehen, glücken selbstverständlich auch sämtliche Gerichte mit Produkten aus dem Glas. Zudem besitzen diese Varianten eine verhältnismäßig lange Haltbarkeit und lassen sich über Monate aufbewahren, ohne dadurch geschmackliche Einbuße zu machen.

So zeigt die Perlzwiebel ihren Facettenreichtum und avanciert zu einer schmackhaften Rarität, die Speisen einen aromatischen Akzent verleiht.

Testen Sie unseren Newsletter. Es lohnt sich!