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Physalis

Die Physalis ist eine Fruchtart, die zu den Nachschattengewächsen zählt. Der Name leitet sich von dem Wort „physa“ ab, das aus dem Griechischen stammt und übersetzt „Blase“ heißt. Aus diesem Grund nennen manche Kenner die Physalis auch „Blasenkirsche“.

Es gibt sie in über 90 unterschiedlichen Variationen, wobei nur wenige in der Lebensmittelindustrie genutzt werden. Die bekannteste unter ihnen ist die sogenannte „Kapstachelbeere“. Sie wird als Frucht- und Gemüsesorte kultiviert und konnte sich seit ihrer Einführung in der internationalen Küchenwelt etablieren. Ihre Entstehungsgeschichte und die Bezeichnung basieren auf dem Import durch Seefahrer, die sie im 19. Jahrhundert von Portugal nach Südafrika brachten, wo sie daraufhin am Kap der Guten Hoffnung ihre neue Heimat fand.

Erstmalig wurde die Physalis aber in den Hochlandregionen um Chile und Ecuador gesichtet, weshalb sie bis heute auch als „Andenkirsche“ geläufig ist. Mittlerweile kann die Kapstachelbeere weltweite Anbaugebiete, darunter in Indien, Australien oder sogar Deutschland, vorweisen, was zeigt, dass sich die Frucht einen festen Platz in der Küchenwelt gesichert hat. Dort wird sie auch oftmals Lampionblume genannt, was ihrer individuellen Erscheinung entspricht.

Die Merkmale der Physalis

Die Kapstachelbeeren wachsen an einer Rankenpflanze, die einkrautiges Äußeres besitzt. Ihre Größe variiert, kann aber bis zu 1,5 m betragen. Die Blätter sind zwischen 5 und 10 cm lang, präsentieren sich leicht eiförmig und haben eine Breite von 4-7 cm. Im Allgemeinen benötigen die Pflanzen einen nährstoffarmen Boden und bevorzugen ein warmes, sonniges Klima. Allerdings ist es erforderlich, sie mit einer großen Menge an Wasser zu versorgen, damit sie gedeihen.

Dann bilden sich die kugeligen Früchte, die mit einer Länge von 12-20 mm und einer Breite von 10-15 mm, relativ klein sind. Farblich tauchen gelbliche Ausführungen auf, doch für gewöhnlich dominiert hier ein intensives Orange, das der Farbnuance einer Mandarine gleicht, während die Oberfläche eine glatte Struktur besitzt. Im Inneren der Kapstachelbeere befindet sich eine Vielzahl an winzigen Samen, die zartgelb und circa 1,5-2,4 mm groß sind. Ihre Menge ist je nach Frucht unterschiedlich stark und die Silhouette hat linsenähnliche Züge. Grundsätzlich beeinträchtigen die kleinen Komponenten das Aroma der Physalis aber nicht. Jenes wird von einer sehr süßen Note dominiert, die mit dem Geschmack von Maracujas oder sogar Ananas vergleichbar ist.

In Ergänzung dazu verströmt die Frucht einen wohltuenden Duft und es lässt sich bei dem Verzehr eine ganz leichte Säure erkennen. Charakteristisch an den Kapstachelbeeren sind aber ihre Blatthüllen. Schließlich werden die kleinen Obstwaren immer von einem Blütenkelch umschlossen, der sie gleichzeitig vor Außeneinflüssen schützt und so konserviert. Dadurch wirken sie wie ein Lampion, was erklärt, warum die Physalis auch Lampionblume heißt. In diesem Zusammenhang empfiehlt es sich, die Farbe der Kelche zu beachten, weil diese ein Zeichen für den Reifegrad ist.

Wissenswertes über die Physalis

Kapstachelbeeren sind das ganze Jahr in gut sortierten Läden zu finden. Obwohl sie auch in Deutschland angebaut werden, ist der überwiegende Anteil Exportware. Die Hauptsaison erstreckt sich hierzulande allerdings auf die Sommermonate, besonders auf den August. Selbstverständlich dürfen Hobby-Gärtner die Pflanzen auch selbst züchten, es müsste aber bedacht werden, dass sie nicht winterhart sind.

Wer noch keine Erfahrungen mit dem Kauf der Früchte hat, sollte obendrein die Blütenkelche beobachten. Solange sie grünlich sind, weist das auf unreife Physalis hin. Sobald sich aber ein hellbrauner Kelch erkennen lässt, der zudem recht trocken sowie brüchig in seiner Konsistenz ist, darf die Frucht genutzt werden, weil sie die optimale Reife besitzt. Außerdem dürfen die Früchte nicht verschrumpelt sein. Es wäre auch sinnvoll, dem Reifegrad eine große Bedeutung beizumessen, denn eine Kapstachelbeere reift nach dem Pflücken nicht nach. In puncto Lagerung besticht die Frucht dagegen mit positiven Eigenschaften und ermöglicht eine Aufbewahrung von bis zu 10 Tagen.

Es müssen allerdings die richtigen Bedingungen in Form von trockener Luft und Temperaturen um 10-15 Grad herrschen. Alternativ ist es machbar, die Physalis einzufrieren, wobei sie aber anfänglich bearbeitet werden müssen. Das gestaltet sich häufig etwas aufwendiger.

Die Zubereitung der Physalis

Wer die Kapstachelbeeren nutzt, darf sich über eine hohe Konzentration an Vitaminen und Beta-Karotinen freuen. Dazu müssen die Früchte aber zu Beginn von ihren Blütenkelchen befreit werden. Darum ist es hilfreich, jene behutsam zu öffnen und die Physalis durch Drehen herauszulösen. Anschließend lassen sich die Beeren gründlich abspülen und nach Belieben einsetzen.

Dies gelingt beispielsweise als verzehrbare Gläserdekoration für Sekt oder Cocktails, als Zutat von Dessert oder neumodernen Obstsalaten. Zugleich verfeinern sie Kuchen, Müsli oder Joghurt und sind eine Hauptkomponente bei Gelee sowie pikanten Chutneys. Dort sorgen sie ebenfalls für eine schöne Farbgebung. Gerne gebrauchen Köche die Kapstachelbeeren ebenfalls als Bestandteil kalter Platten, während andere Konsumenten sie als Obst verzehren.

Die Blätter der Beeren haben hingegen einen gesundheitlichen Nutzen, denn sie werden im Süden Afrikas als Pflaster für jegliche Wunden verwendet, was auf die Vielseitigkeit der Früchte hinweist. Im Prinzip ist ihre Anwendung in der Lebensmittelbranche allerdings weiter verbreitet.

Dadurch schenkt die Physalis Speisen einen exotischen und doch bodenständigen Akzent.

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