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Koch-Wiki:

Rambutan

Die Rambutan ist eine tropische Fruchtsorte aus der Gattung der Seifenbaumgewächse. Es besteht eine enge Verwandtschaft zu dem Litschibaum und der dazugehörigen Litschi. Die Bezeichnung „Rambutan“ stammt dabei ursprünglich aus dem Malaiischen und wurde von der Vokabel „Rambat“ abgeleitet, die „Haar“ heißt. Dies beruht auf der Optik von den Früchten, welche durch ein dichtes Haarkleid glänzt. In manchen Fällen wird sie daher auch schlicht „behaarte Litschi“ genannt.

Wenngleich die Rambutan deutlich seltener in Erscheinung tritt, als die haarlose Litschi, gilt sie auf den Inseln in Südostasien als eine der bekanntesten Pflanzenarten. Mittlerweile finden sich deshalb unterschiedliche Sorten sowie über 200 Sonderzuchten von der Rambutan, deren Anbaugebiete in Costa Rica, Ecuador, Afrika, Madagaskar und Australien beheimatet sind. Unabhängig von der Ausführung ist das prägendste Merkmal jener Obstwaren aber stets das individuelle Äußere.

Die Rambutan im Überblick

Rambutan-Früchte gedeihen an Obstbäumen, deren Blätter von einem immergrünen Glanz umgeben werden. In der freien Natur erreichen solche Gewächse zwischen 7 und 10 m, während die Pflanzen für die Zucht lediglich ca. 3–5 m Wuchshöhe vorweisen können. Im Allgemeinen stehen sie aufrecht und präsentieren einen wechselständigen Laubblattbestand. Die Form der Blätter gleicht einer Ellipse und sie haben eine ledrige Struktur. Zusätzlich bilden sich kleine Blüten mit Maßen zwischen 2,5 und 5 mm, die der Pflanze einen angenehmen Duft schenken.

Die eigentlichen Früchte besitzen eine ovale Silhouette und gedeihen an Rispen. Meistens entstehen an jeder ungefähr 10–20 Rambutans. Ihre Schalen sind ebenso ledrig wie die der Blätter und zeichnen sich durch eine zarte rosa oder rote Färbung aus. Sie wird von den charakteristischen Borsten umhüllt, deren Farbton gelbgrün ist und dadurch einen deutlichen Kontrast darstellt. Darunter erwartet Konsumenten ein milchiges Fruchtfleisch mit einer geleeähnlichen Konsistenz. Es beherbergt einen Samen, der visuell einer Mandel ähnelt und nicht für den Verzehr geeignet wäre.

Das Aroma einer Rambutan lässt sich mit dem der Litschi gleichsetzen und ist sehr süß, aber auch erfrischend-fruchtig. Manche Nutzer beschreiben den Geschmack wie den der klassischen Weintraube. Da die Bäume dieser Obstart äußerst ertragsreich sind, können bei manchen Ernten dann über 6000 Rambutans gepflückt werden, was einer Menge von ca. 70 kg entspricht. Darauf aufbauend kommt es zu dem Export in verschiedene Länder, in denen die Früchte das Warensortiment großer Händler komplettieren. Wer jedoch von den Lebensmitteln Gebrauch machen möchte, sollte sich mit ihren Besonderheiten auskennen.

Tipps rund um die Rambutan

Für gewöhnlich tauchen Rambutans nicht sehr oft in herkömmlichen Supermärkten auf, da sie dort eher durch die bekanntere Litschi ersetzt werden. Verwender, die von ihnen profitieren wollen, erhalten sie vornehmlich in Asia-Shops. Das liegt an der großen Präsenz solcher Früchte in der asiatischen Küchenwelt.

Insofern allerdings kein Laden in der Nähe ist, empfiehlt es sich, auf Konserven zurückzugreifen. Diese lassen sich schließlich auch in anderen Warenhäusern kaufen. Manchmal offerieren Händler hier sogar konservierte Rambutans, die in Sirup mariniert wurden und daher eine weichere Behaarung aufweisen. Leider beinhalten die Fertig-Produkte aber nicht dieselbe Menge an Vitamin C, wie die rohen Früchte und können leichte Aromenverluste zur Folge haben.

Sollte ein Konsument dagegen auf unbearbeitete Rambutans stoßen, müssen diese den optimalen Reifegrad haben. Immerhin gelangen die Produkte im reifen Zustand in die Läden und vertragen keine ausgiebige Lagerung. Ein deutliches Kennzeichen für frische Varianten sind die leuchtenden Borsten. Zeigen sich diese stattdessen bräunlich, wäre das ein Symbol dafür, dass sie überreif sind und langsam austrocknen. In Ergänzung dazu können verdorbene Früchte an ihrem glasigen Inneren erkannt werden. Auch wenn Rambutans einen süßen Geschmack haben, punkten die Exoten zudem mit einem geringen Fett-Anteil. Dadurch werden sie noch beliebter für die Speisenzubereitung.

Darreichungsarten einer Rambutan

Bevor Konsumenten das saftige Fruchtfleisch der Rambutan genießen dürfen, muss sie geschält werden, denn die äußere Schicht ist ungenießbar. Am besten befreien ambitionierte Koch-Laien die Frucht, indem die Hautschicht mit einem scharfen Messer oder dem Fingernagel eingeritzt und anschließend abgezogen wird. Obendrein wäre es ratsam, den Kern zu entfernen, dafür lässt sich das Fruchtfleisch einfach abtrennen.

Hauptsächlich bietet sich die aromatische Rambutan für einen Verzehr als rohes Obst-Dessert an, doch sie kann auch Nachspeisen verfeinern. Selbstverständlich passt sie ebenfalls hervorragend zu Obstsalaten der moderneren Art. Außerdem ermöglicht sie Nutzern einen visuellen Feinschliff für deren Menükreationen und krönt Teller als essbare Deko oder erscheint am Gläserrand delikater Cocktails.

Wem eher der Sinn nach einer herzhaften Kombination steht, darf Rambutans auch für Gerichte aus der asiatischen oder tropischen Küche verwenden, daraufhin harmonieren sie mit Fleisch, Reis und Fisch. Die Samen könnten wiederum als Basis für die Gewinnung von Speiseöl fungieren, woraus eine umfangreiche Nutzung resultiert. Gerade in Asien, ihrem Heimatland, etablierten sich die Früchte deswegen als unbehandelte und zubereitete Speisen-Komponente. Eine extravagante Note bekommen sie aber, wenn der Kern durch Ananas-Scheiben ausgetauscht wird, weil die Frucht somit ein außergewöhnliches Zusammenspiel differenter Aromen zeigt.

Damit ist die Rambutan eine würdige Alternative zu der Litschi, deren süßer Geschmack jedem Gericht einen tropischen Akzent verleiht.

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