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Schinkenmesser

Das Schinkenmesser ist ein Messer-Modell, mit dem Fleischwaren in hauchdünne Scheiben geschnitten werden. Vornehmlich kommt es daher in Verbindung mit geräuchertem Schinken, wie Serranoschinken, zum Einsatz. Während sich sein Name im Deutschen demnach von seinem Verwendungszweck ableitet, wird das Werkzeug im Englischen schlicht „Slicing Knife“ genannt und heißt auf Spanisch „Cuchillo para jamones“.

Das oberste Ziel bei der Nutzung des Schinkenmessers ist stets das Hervorbringen von aufgeschnittenen Scheiben, die in puncto Dicke und Größe ein einheitliches Erscheinungsbild präsentieren. Insbesondere bei großen Lebensmitteln, wie ganzen Schinken, wird das Messer favorisiert, weil sie normalerweise nicht komplett zerteilt werden. Stattdessen ist es üblich, mittels des Schinkenmessers lediglich einige sehr feine Scheibchen von ihnen abzuschneiden und so deren Aroma zu wahren. Dabei eignen sich auch andere Fleischprodukte, darunter Roastbeef, für die Anwendung dieser Messer-Variante.

Außerdem kann das Werkzeug als Alternative zu einem Filetiermesser dienen und Fische perfekt zerlegen, um ihre Filets herauszulösen. Daraus ergibt sich die enge Verwandtschaft zu einem Lachsmesser, das sich in Bezug auf die Optik und die Nutzungsmöglichkeiten kaum von dem Schinkenmesser unterscheidet. Oftmals werden die beiden Schneideprodukte deshalb miteinander verwechselt oder sogar als identisches Messer angesehen. Das wäre allerdings nicht korrekt, denn das Schinkenmesser besitzt andere Schwerpunkte bei der Arbeitsausführung. Im Allgemeinen gehört es aber in jede gastronomische Lokalität und vervollständigt ebenfalls das Messer-Repertoire von interessierten Kochlaien. Schließlich hat das Schneideutensil eine lange Tradition.

Der Ursprung des Schinkenmessers

Das Schinkenmesser zählt seit unzähligen Generationen zu den klassischen Küchenwerkzeugen. Schon im Altertum war es ein fester Brauch, Feierlichkeiten mit einem Menü abzurunden, dass aus erlesenen Köstlichkeiten bestand. Dazu wurden dann feine Fleischprodukte serviert, bei denen es gängig war, sie erst an der Speisetafel zu portionieren. Daraufhin wandten die Diener ein Schinkenmesser an, um zarte Scheiben von dem Schinken herunterzuschneiden.

Mit den Jahren etablierte sich das Werkzeug weiter, vor allem durch die Einführung des Räucherns, und es gelang ihm, sich dauerhaft als Messer-Modell zu qualifizieren. Bis heute wird es hierbei von einer außergewöhnlichen Erscheinung geprägt.

Das Aussehen des Schinkenmessers

Das dominanteste Merkmal des Schinkenmessers ist seine Länge. Sie beläuft sich auf circa 23 cm, kann in manchen Fällen aber sogar bis zu 26 cm betragen. Trotzdem gestaltet sich die Klinge des Werkzeugs eher schmal und findet ihren Höhepunkt in einem äußerst spitz konzipierten Ende. Zudem verfügt sie über einen beidseitigen Schliff, was ihre Nutzung für Fleisch vereinfacht.

Für gewöhnlich zeichnet sich das Schinkenmesser auch durch seine enorme Schärfe aus, die es dazu befähigt, die Waren vorsichtig entlang des Knochens zu schneiden. In Kombination damit erweist sich die Flexibilität der Messerklinge als vorteilhaft, da sie wendige Bewegungen begünstigt. Manchmal wird das Schneidewerkzeug zusätzlich von einem Kullenschliff ergänzt. Diese kleinen Mulden auf der Klinge minimieren die Gefahr, dass sich Teile des fetthaltigen Schnittguts an dem Messer festsetzen können. Die Werkstoffe sind wiederum variabel, sollten jedoch immer hochwertig sein.

Bei den Griffen bieten sich darum Materialien, wie Kunststoff an. Wem nebenbei der Sinn nach einem farblichen Blickfang steht, der bekommt Ausführungen in bunten Nuancen geboten. Im Idealfall schafft das Schinkenmesser dann die Vereinigung aus unkomplizierter Handhabung und widerstandsfähigen Rohstoffen. Die Funktionalität ist allerdings auch von einem sachgemäßen Umgang mit dem Schneidewerkzeug abhängig.

Wissenswertes über das Schinkenmesser

Damit das Schinkenmesser die gewünschten Resultate erzielt, wäre es ratsam, seine Klinge nicht für harte Lebensmittelbestandteile zu verwenden. Deshalb sollte auch von seinem Gebrauch für das Zerteilen von Knochen abgesehen werden. Des Weiteren setzt die Leistungsfähigkeit des Produkts voraus, dass es immer die notwendige Schärfe hat. Aus diesem Grund empfiehlt es sich, das Messer regelmäßig zu schleifen. Ob dies in Eigenleistung oder durch eine Fachkraft geschieht, bleibt natürlich jedem Kochlaien selbst überlassen.

In dem Zusammenhang muss aber nicht nur das Schinkenmesser von bester Qualität sein. Die Lebensmittel spielen ebenfalls eine große Rolle, wenn es um die perfekte Anwendung des Küchenutensils geht. Insofern wären erlesene Waren die ideale Basis für den Gebrauch der Messer-Ausführung. Durch deren stolze Länge bedarf die Nutzung aber eine gewisse Erfahrung. Andernfalls entstünden keine gleich großen und hauchzarten Endprodukte. Es könnte folglich nicht schaden, das Schneiden mit dem Schinkenmesser gründlich zu üben, bevor jene Schnitttechnik für abendliche Dinner-Veranstaltungen genutzt wird. Sobald dadurch fundierte Kenntnisse erworben wurden, eignet sich das Messer aber ebenfalls für einen ganz anderen Zweck. Immerhin lassen sich mit seiner Hilfe auch größere Früchte, die eine weiche Schale haben, auf leichte Art zerteilen. Es wäre jedoch sinnvoll, diese Form der Anwendung konzentriert und sorgfältig durchzuführen. Somit umgehen Amateure gefährliche Schnittverletzungen.

Wer das Küchenmesser daraufhin lange Zeit gebrauchen und seine Leistungsfähigkeit konstant auskosten möchte, muss auch auf eine vorschriftsmäßige Lagerung Rücksicht nehmen. Gerade die Klingenspitze des Produkts ist recht empfindlich und könnte ansonsten schnell zu Schaden kommen. Außerdem wäre es hilfreich, das Werkzeug nach seiner Verwendung schonend zu reinigen und von jeglichen Rückständen zu befreien.

Auf diese Weise lässt sich das Schinkenmesser auch heutzutage als nützliches Schneideutensil bezeichnen, dass geschmackvolle, einheitliche und filigrane Fleischscheiben erzeugt.

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