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Strainer

Ein Strainer ist ein Barwerkzeug, das unerwünschte Zutaten bei dem Aufgießen von Getränken zurückhält. Dabei entspricht die Bezeichnung Strainer einem klassischen Barsieb, das zu den wichtigsten Utensilien bei der Getränkezubereitung gehört.

Die vorrangigen Produkte, die durch den Einsatz des Strainers ausgesiebt werden, sind Fruchtstücke, Eiswürfel oder andere feste Komponenten. Vor allem dann, wenn diese lediglich der Fertigung dienen und den Geschmack sowie die Temperatur positiv beeinflussen sollen, aber nicht bei dem späteren Servieren zu finden sein dürfen. Das Barsieb wird daher meistens für Mixgetränke verwendet, die durch Rühren oder Schütteln zustande kommen.

In seltenen Fällen ist der Strainer auch unter dem Begriff Abseiher bekannt, da das Aufgießen der zubereiteten Flüssigkeiten Abseihen genannt wird.

Für gewöhnlich besteht ein Strainer aus Metall, wodurch er formstabil und hochwertig ist. Sein primärer Wirkungskreis umfasst gastronomische Einrichtungen, insbesondere Cocktailbars. Dort hat das Barsieb eine lange Tradition, denn bereits seit frühesten Zeiten profitierten die Menschen bei der Herstellung von Mixgetränken von seiner innovativen Technik.

Die Geschichte des Strainers

Die Einführung des Barsiebs begann schon gegen Mitte des 19. Jahrhunderts, als Eis für die Getränkekühlung immer beliebter wurde. Das erste Modell eines Strainers war daraufhin der Julip Strainer. Damals noch in einer simplen Ausführung gelang es ihm, sich auf dem Markt zu etablieren. Seinen Namen bekam dieses Barwerkzeug, da „Julip“ eine gängige Bezeichnung für Getränke war und es zugleich den Mintjulip gab, dessen Herstellung das Aussieben von Minze und Eis beinhaltet. Teilweise fiel auch der Begriff Star Strainer, weil einige der Barsiebe ein muschelähnliches Erscheinungsbild präsentierten, das mit einem ausgestanzten Sternmotiv veredelt war.

Darauf aufbauend entwickelte Charles P. Lindley 1889 einen Strainer, der mit einer Spirale aus Metall ausgestattet war. Dies verlieh dem Barsieb Elastizität und half ihm erstmalig, sich besser an den Rand des Behälters anzupassen. Durch konstante Prozessoptimierung resultierte aus jener Erfindung der heutige Hawthorne Strainer.

Mit Einführung der Cocktailbars in Amerika kam die wachsende Präsenz von Mixgetränken und das Eis als Kühlmittel rückte in den Fokus der Gesellschaft. Dadurch schaffte das Barsieb den internationalen Erfolg und kam gegen Ende des 19. Jahrhunderts nach Europa. Mittlerweile ist der Strainer deshalb sowohl für Shaker als auch für Rührgläser geeignet und besticht durch ein variationsreiches Sortiment.

Die Modelle des Strainers

Auch heute noch ist der Julip Strainer eines der bekanntesten Barsiebe. Er hat die Form eines großen Löffels mit einem vergleichsweise kurzen Stiel und wird von mehreren Löchern durchbrochen. Viele Fachleute schätzen den Julip Strainer wegen seiner schlichten Erscheinung und der leichten Handhabung. Für das richtige Abseihen mit einem Julip Strainer muss die gewölbte Seite dieses Barwerkzeugs aber immer nach unten in den Shaker oder das Glas gehalten werden, statt sie darüber zu positionieren.

Der Hawthorne Strainer wird in Fachkreisen ebenfalls geschätzt. Im Gegensatz zu dem Julip Strainer bietet er mehr Halt und verhindert das unerwünschte Vermengen von Getränken und festen Zutaten. Schließlich umspannt seine Drahtspirale den Rand des Behälters, ohne sich zu lösen. Außerdem ist dieses Modell sehr flexibel und passt sich jedem verwendeten Gefäß an.

Eine moderne Abwandlung des Strainers ist wiederum der dreiteilige Cobbler Shaker. Jener verfügt über ein integriertes Sieb, da sein Deckel von entsprechenden Öffnungen geziert wird. Somit kombiniert er das Mixen und anschließende Abseihen von Flüssigkeiten. Welches der Barwerkzeuge aber letztendlich als Grundprodukt für die Getränkeherstellung fungiert, richtet sich stets nach dem Benutzer und dessen Vorlieben. Wichtig ist nur, dass das Barsieb aus exzellenten Materialien gefertigt wurde und robust ist, um die bestmögliche Leistungsfähigkeit zu garantieren.

Ein Strainer muss zudem nicht zwangsläufig ein Barsieb sein, denn mitunter genügt auch ein haushaltsübliches Teesieb.

Das Teesieb als Strainer

Der Strainer erinnert nicht nur äußerlich an das traditionelle Teesieb, denn jenes kann sogar als Barsieb genutzt werden. Insbesondere bei dem sogenannten doppelten Abseihen, einer Variante, für die zwei Strainer nötig sind, kommt das Teesieb zum Einsatz.

Dabei filtert es winzige Fruchtstückchen, Kräuter oder Eissplitter, damit sie nicht in das Getränk gelangen. Aus diesem Grund ist es durchaus angebracht, das Teesieb in dem Zusammenhang als Strainer zu betiteln. Ganz gleich, welche Ausführung des Barsiebs präferiert wird, die Sauberkeit sollte einen hohen Stellenwert einnehmen. Andernfalls würden Zutatenreste die kleinen Löcher verstopfen und die Funktionalität erheblich beeinträchtigen. Nicht zuletzt käme es auch zu einer Verunreinigung des neuen Cocktails, was dessen Geschmack und Qualität negativ beeinflusst. Da ein Barsieb jedoch schwierig zu säubern ist, sollte diese Aktion vorsichtig stattfinden, um das Barwerkzeug nicht zu zerkratzen. Wer das Barsieb auch privat gebrauchen möchte, bekommt es im Internet oder im lokalen Fachhandel zu kaufen.

Dadurch ist der Strainer die Basis für aromatische Getränke, die frei von jeglichen festen Zutaten sind.
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