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Artischocke

Die Artischocke (Cynara scolymus) ist eine distelartige Kulturpflanze, die zur Familie der Korbblütengewächse (Asteraceae) gehört. Die blauen bis violetten auffälligen Blüten bilden große Blütenköpfe, die von grünen und fleischigen Schuppen umgeben sind. Die Artischocke besitzt einen kräftigen Wurzelstock, aus dem der bis zu eineinhalb Meter hohe Stängel wächst. In wärmeren Klimazonen wird die Artischocke aufgrund ihrer dekorativen Blüten als Schnittblume angepflanzt. Die Blütenköpfe finden in der Küche als Gemüse Verwendung.

Herkunft und Anbau der Artischocke

Ursprünglich stammt die Artischocke aus dem Mittelmeergebiet, Irak und Nordafrika. Die Pflanze wurde erstmalig in den landwirtschaftlichen Schriften des römischen Schriftstellers Lucius Columella um etwa 60 nach Christus erwähnt. Schon bei den Griechen und alten Römern war die Artischocke als Delikatesse sehr beliebt. In der Mitte des 15. Jahrhunderts brachten italienische Händler die Artischocke nach England und Frankreich, wo die Pflanze ein Zeichen von Reichtum war. Erst im 19. Jahrhundert gelangte die Artischocke in die USA. Die Artischocke bevorzugt warme und sonnige Regionen und wird heute hauptsächlich in Frankreich, Spanien, Italien, Ägypten, Argentinien und den USA angebaut.

Geschmack und Inhaltsstoffe der Artischocke

Die Artischocke ist reich an Vitaminen (B1, E und C), Provitamin A, Ballaststoffen und wichtigen Mineralstoffen wie Eisen, Kalzium, Phosphor und Magnesium. Das Gemüse ist sehr kalorienarm. Der Bitterstoff Cynarin verleiht der Artischocke einen leicht herben bis zartbitteren Geschmack.

Die Artischocke als Heilpflanze

Im Jahr 2003 wurde die Artischocke zur Arzneipflanze des Jahres ernannt. Die Inhaltsstoffe der Artischocke sind sehr gesundheitsfördernd, weshalb die Pflanze eine wichtige Rolle in der Naturheilkunde spielt. Die Artischocke fördert die Verdauung, regt die Leber und Galle an, senkt den Cholesterinspiegel, aktiviert den Stoffwechsel und wirkt sich positiv auf den Blutzuckerspiegel aus. Bei Krankheiten wie Diabetes und Gelbsucht kann die Artischocke als natürliches Heilmittel eingesetzt werden.

Die Artischocke in der Küche

Die Artischocke wird ganzjährig im Handel angeboten. Am besten schmeckt sie jedoch zwischen Juni und November. Die Knospen sollten prall und fest sein. Ein langer und fester Stiel deutet auf eine längere Haltbarkeit hin. Im Kühlschrank ist die Artischocke ein paar Tage haltbar.

Artischocken können roh, gebraten oder gekocht verzehrt werden. Vor dem Zubereiten wird das Gemüse unter kaltem Wasser gewaschen und vom Stiel befreit. Auch das sogenannte "Heu", das faserige Gewebe, ist nicht essbar und muss entfernt werden. Die Spitze der Knospe und die äußeren Blätter samt Stacheln sind mit einem Messer abzuschneiden. Schnittstellen sollten sofort mit Zitronensaft beträufelt werden, damit keine Verfärbungen auftreten. Um Verfärbungen und Geschmacksveränderungen vorzubeugen, sollten Artischocken in Edelstahltöpfen gekocht werden. Dem Salzwasser kann etwas Zitronensaft oder Weißwein hinzugefügt werden, um eine Braunfärbung der Artischocke zu vermeiden. Nach etwa 30 bis 45 Minuten ist eine Artischocke in der Regel gar.

Besonders begehrt sind die kleinen Artischockenknospen, die im Frühjahr noch geschlossen geerntet werden und einen kräftigen Geschmack aufweisen. In den Mittelmeerländern wird die Artischocke traditionell mit Knoblauch, Schalotten und Oliven gebraten. Im Ganzen wird die Artischocke oft als Vorspeise serviert. Die Blätter werden mit der Hand gegessen und zum Beispiel mit Dip genossen, während das innere Herz mit der Gabel verzehrt wird. Artischocken werden auch gerne als Pizzabelag oder in Salaten verwendet.

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