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Koch-Wiki:

Induktionskochfeld

Als Induktionsfeld wird ein Herd bezeichnet, bei dem die Wärme aufgrund elektromagnetischer Bewegungen hervorgerufen wird. Das Kochfeld erzeugt diese Spannung in direktem Zusammenspiel mit dem Kochgeschirr.

Allgemeines zum Induktionskochfeld

In den vergangenen Jahrhunderten wurden unterschiedliche Möglichkeiten entwickelt, einen Herd zu erhitzen. Das über Holz, Kohlen oder Gas entflammte Feuer erlangte dabei ebenso eine hohe Bedeutung wie die durch elektrischen Strom erwärmten Kochplatten. Eine vergleichsweise neue Methode stellt dagegen das Induktionsfeld dar. Bei ihm wird eine magnetische Spannung aufgebaut, die direkt mit der Eisenlegierung des Kochgeschirrs eine Interaktion eingeht. Das Kochfeld bleibt somit kalt, die Wärme wird dagegen direkt in der Pfanne oder in dem Topf erzeugt. Auf diese Weise können die Lebensmittel sehr schnell erhitzt werden, eine Vergeudung der Energie wird vermieden. Zudem ist es unmöglich, sich auf der Kochplatte zu verbrennen oder durch spritzendes Fett eine Brandgefahr auszulösen.

Nicht immer den Preis wert

Wer sich um den Kauf eines Induktionskochfeldes bemüht, muss mit vergleichsweise hohen Kosten rechnen. Reine Kochplatten liegen nicht selten im Bereich der 500 Euro, ein kompletter Herd kann mehrere eintausend Euro erfordern. Hier stellt sich die Frage, ob sich diese erste Investition durch die eingesparte Energie – der verbrauchte Strom wird um rund 30 Prozent gesenkt – rentieren kann. Insbesondere in der Gastronomie, die eine Vollauslastung der Kochfelder kennt, mag es möglich sein, über Jahre hinweg kostendeckend zu agieren. Die für den Privatgebrauch erhältlichen Herde weisen aber noch immer derart hohe Preise auf, dass diese auch langfristig nicht die günstigste Alternative darstellen. Hier sollte vor dem Erwerb also hinterfragt werden, ob sich die Anschaffung lohnt.

Nicht mit jedem Geschirr kompatibel

Ein weiteres Manko: Viele Töpfe und Pfannen, die sich in den Haushalten finden lassen, weisen nicht die für das Induktionskochfeld benötigte Eisenlegierung auf. Auch ein Nachrüsten ist im Regelfall nicht möglich. Zu dem Herd müsste meist also noch ein Set an Geschirr erworben werden. Wer dagegen alte Töpfe verwendet, sollte damit rechnen, dass die Kochplatte das darauf befindliche Gefäß nicht erkennt. Einige Herde melden sich nunmehr mit einem akustischen Signal oder sie schalten die bereits betätigte Platte automatisch aus. Stets ist es aber so, dass die vom Induktionsfeld gewünschte Hitze weder erzeugt noch in die Pfanne weitergeleitet werden kann. Ein Garen der Lebensmittel wäre hier also nicht möglich. Der Herd erfordert vielmehr das passende Geschirr, um seine gesamte Leistungsstärke abzurufen.

Mit großer Kraft ausgestattet

Welche Leistungsstärke das ist, zeigt sich oft, wenn die Platte und der Topf optimal zusammenpassen. Bereits wenige Augenblicke nach Betätigen der Bedientasten siedet das Wasser oder bildet das Öl in der Pfanne erste Blasen. Das Erhitzen erfolgt hier also sehr schnell, wodurch auch in einem engen Zeitrahmen umfangreiche Gerichte erstellt werden können. Damit wiederum ist es erforderlich, dass sich der Koch vor dem Zubereiten eines ganzen Menüs zumindest ein wenig an das nunmehr rasante Tempo gewöhnt. In den ersten Versuchen werden daher starke Röstaromen keine Seltenheit darstellen. Auch das anfängliche Anbrennen der Milch gehört vielfach zu dem Lernprozess.

Besser geht es nicht

Wer sich aber erst einmal an das Tempo des Induktionskochfeldes, an seine leichte Bedienung, den geringen Stromverbrauch und die minimalen Anforderungen an die Reinigung gewöhnt hat, möchte das Gerät vermutlich nicht mehr missen. Denn in der reinen Handhabung ist es vielen anderen Herd-Typen doch mittlerweile überlegen. Zudem weist das Kochfeld eine lange Lebensdauer auf, kann also mühelos mehrere Jahrzehnte genutzt werden. Neben den genannten Vorteilen präsentiert sich der Herd sehr sicher. Die Kochplatten selbst bleiben kalt, das Einbrennen von Lebensmittelresten ist hier nicht möglich. Auch spielende Kinder können gefahrlos auf die Induktionsfelder tasten, ohne sich zu verbrennen. Ungeachtet seiner noch immer hohen Preise und der damit verbundenen Kosten für die Anschaffung des Geschirrs gehört dem Induktionsherd also die Zukunft.

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