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Koch-Wiki:

Tamarillo

Die Tamarillo untersteht den Nachtschattengewächsen und ist eine sogenannte Baumtomate. Deswegen heißt sie im Englischen auch „tree tomato“. Zu Beginn ihrer Entwicklung 1799 trat sie aber nur im Nordwesten von Argentinien sowie dem Süden Boliviens in Erscheinung und zählte gar nicht zu ihrer heutigen Art. Erst nach einem fortlaufenden Evolutionsprozess wurde sie dann im Jahre 1995 als klassisches Mitglied der Nachtschatten betitelt.

Dabei vertragen Tamarillo keine starke Hitze oder übermäßige Frosteinwirkungen und gedeihen am besten in den Regionen um die Anden. Heutzutage wird die Frucht aber sowohl in Frankreich als auch in Neuseeland, Spanien, Indien, Uganda oder dem Nordwesten von Südamerika kultiviert. Ihre Blätter sollen eine heilende Wirkung auf Beschwerden, wie Halsschmerzen haben, wofür sie in der alternativen Medizin häufig eingesetzt werden. Die Tamarillo gilt in der Lebensmittelindustrie aber eher als Spezialität.

In diesem Zusammenhang ist für manche Konsumenten bis heute unklar, ob eine Tamarillo zu den Gemüse- oder Obstwaren gezählt wird. Immerhin ähnelt sie der herkömmlichen Tomate so stark, dass es denkbar wäre, sie bei den Rohkostprodukten einzuordnen. Grundsätzlich muss sie allerdings als Frucht bezeichnet werden, was sich vor allem in ihren positiven Eigenschaften und ihrem Aroma widerspiegelt.

Die Tamarillo und ihr Aufbau

Baumtomaten bilden sich an kleinen Bäumchen mit einer Größe von 2-7 m. Die Gewächse sind stets von dichten Trichomen besetzt und tragen immergrüne Laubblätter, bei denen die Form einem Ei gleicht und die Oberflächenbeschaffenheit papierähnlich ist. Dazu gesellen sich weiß-rosa gefärbte Blüten mit Maßen von 10-20 mm in der Länge.

Das Äußere der Früchte wirkt hingegen sehr auffällig, denn Tamarillos umgibt ein intensiver Farbton, der zwischen gelb-orange, violett und rot variieren kann. Ihre ovale Erscheinung endet an beiden Seiten mit einem zugespitzten Ende und hat eine zähe, recht glatte Struktur. Die äußere Hautschicht besitzt normalerweise kaum Geschmack oder präsentiert sich sogar leicht bitter.

Unter ihr befindet sich das aromatische Fruchtfleisch, das weich ist und die Festigkeit von Gelee hat. Seine gelbliche Farb-Nuance punktet mit viel Saft und die Frucht besticht mit einer erfrischenden Kombination aus Süße und einem dezenten, aber herben Nachgeschmack. Abgerundet wird die Tamarillo durch kleine Samen, die das Fruchtfleisch durchziehen und in etwa 9 cm lang sind. Sollte sie als Lebensmittel verwendet werden, vergleichen viele Nutzer ihr Aroma mit dem der Tomate, woraus ein originelles Geschmackserlebnis hervortrat, dass sich deutlich von anderen Früchten abhebt. Dafür muss eine Tamarillo allerdings fachgerecht gelagert werden, denn andernfalls könnte ihre vielfältige Raffinesse nicht ausreichend zur Geltung kommen.

Wissenswertes über die Tamarillo

Tamarillos bereichern insbesondere die weihnachtliche Zeit und werden dann in gut-sortierten Supermärkten offeriert. Es gibt sie aber ebenfalls in Konserven, wo sie bereits fertig bearbeitet wurden und verzehrfertig sind.

Falls Interessenten allerdings noch keine Informationen über die exotische Frucht einholen konnten, wäre es ratsam, vor dem Kauf die Reife zu überprüfen. Dies gelingt einerseits durch einen Blick auf die Schale. Ist jene recht hell, könnte das ein Zeichen für die fehlende Reife sein, während satte Farben, wie dunkelrot, darauf hinweisen, dass die Obstware verwendet werden kann. Andererseits empfiehlt sich ein kurzer Drucktest, der zeigen soll, ob sie eine weiche Konsistenz besitzt. Immerhin gilt, je ausgeprägter die Reife der Tamarillo ist, desto süßlicher gestaltet sich ihr Aroma.

Für eine lange Lagerung eignet sich das Obst allerdings nicht, weil es schnell seinen beliebten Geschmack verliert und austrocknet. In Ergänzung dazu dürfen die Früchte niemals an zugigen Plätzen aufbewahrt oder einer überhöhten Lichteinstrahlung ausgesetzt werden. Darauf reagiert das Lebensmittel äußerst empfindlich. Besser wäre es, die erworbenen Tamarillos zügig zu verarbeiten und damit außergewöhnliche Menüvariationen zu fertigen.

Die Tamarillo in der Küchenpraxis

Zu Beginn der Nutzung von Tamarillos sollte stets ein Schälvorgang stattfinden. Zwar ist es in Lateinamerika normal, die Früchte im Ganzen zu verzehren und dafür roh oder auch gekocht zu servieren, allerdings hätte dies eine starke Minderung des süß-herben Aromas zur Folge. Es wäre also angebracht, die unaromatische Schale zu entfernen und so die darin befindlichen Bitterstoffe zu eliminieren. Wichtig ist, dass ein solches Verfahren vorsichtig zum Einsatz kommt, damit das Fruchtfleisch keinen Schaden nimmt.

Jenes eignet sich danach als fruchtiger Snack und erhält eine besondere Geschmacksabrundung durch die Zugabe von Zucker. Natürlich könnte die Tamarillo hierfür auch nur halbiert und das Fruchtfleisch ausgeschabt werden. Außerdem wäre Selbiges eine ideale Beilage für diverse Gerichte oder optimiert Chutneys sowie Fruchtaufstriche. Gleichzeitig sind die Exoten eine gute Zutat für pikante Füllungen, denn somit bekommen Fleischwaren eine erlesene Untermalung, die eine unaufdringliche Süße mit einem würzigen Flair vereint. Ein etwas ausgefallener Kontrast bietet sich aber, wenn die Tamarillo herzhafte Käseplatten akzentuiert, denn dort glänzt sie visuell und geschmacklich. Für Freunde von originellen Rezepten wäre hingegen eine Komposition aus überbackener Frucht mit einer Haube aus pikantem Parmesan und braunem Zucker die ideale Wahl.

Auf diese Weise zeigt sich, dass eine Tamarillo die Vorzüge von fruchtigen Obstwaren mit dem Aroma der Tomate vereint, um Konsumenten einen individuellen Gaumenschmaus zu liefern, der seinesgleichen sucht.

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