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Barlöffel

Der Barlöffel ist ein Löffel mit überdurchschnittlich langem Stiel, der als Grundlage für die Cocktailzubereitung gebraucht wird. Er kann daher als typisches Barwerkzeug bezeichnet werden und hat im gastronomischen Bereich, darunter Bars, Kneipen oder Hotels, seinen vornehmlichen Wirkungskreis. Dort ist er ebenfalls unter seinem englischen Namen „Barspoon“ geläufig.

Die Anwendung eines Barlöffels hat normalerweise das Ziel, sogar geringere Mengen an Flüssigkeiten exakt abzumessen. So stellt er eine Maßeinheit dar und kommt in Verbindung mit der Dosierung von Cocktailzutaten vor. Daraufhin gilt die Abkürzung „BL“, die des Öfteren in bestimmten Rezeptvorschlägen erscheint. Sie entspricht circa 0,5 cl, was umgerechnet ungefähr 5 ml macht. Aufgrund jener Mengenangabe lässt sich der Barlöffel mit einem herkömmlichen Teelöffel gleichsetzen, der in etwa dieselbe Dosierung vorweist. Zugleich hilft das Barwerkzeug aber auch, diverse Mixgetränke, die nicht durch kräftiges Schütteln miteinander vermischt werden, zu einer homogenen Flüssigkeit zu verbinden. Entgegen mancher Meinung ist der Barlöffel allerdings kein traditionelles Servierbesteck, das einem Gast bei dem Ausschenken eines Cocktails gereicht wird, sondern hat nur bei der Herstellung des Getränks seinen festen Platz. Deswegen sollte der Barlöffel nicht mit einem Eislöffel oder dem langstieligen Cocktaillöffel verwechselt werden.

Für seine sachgemäße Verwendung sind jedoch einige Kriterien bedeutsam, zu denen unter anderem die äußere Erscheinung zählt.

Das Aussehen und das Material eines Barlöffels

Der klassische Barlöffel basiert auf der Verwendung von hochwertigen Werkstoffen, wie Metall. Meistens wird er daher aus Edelstahl angefertigt, welches gebürstet oder poliert ist. Charakteristisch für dieses Barwerkzeug sind auch seine Form und seine Länge. Demzufolge ist er grundsätzlich mehr als 20 cm lang und besitzt in manchen Fällen sogar eine Gesamtlänge von etwa 30 cm. Der Stiel gleicht dann häufig einer Spirale. Diese Kombination ermöglicht ein zügiges Vermengen der Flüssigkeiten und von dem enthaltenen Eis. Gleichzeitig wird dadurch eine rasche Kühlung des Cocktails beabsichtigt.

Zudem hat der Barlöffel an seinem zweiten Endstück einen sogenannten Stößel. Er fungiert als Gegengewicht, sobald der Löffel verwendet wird. Dadurch gelingt es jenem, während des Rührens die Balance zu halten. Des Weiteren dient der Stößel dem Zerquetschen sowie Andrücken frischer Kräuter, Obstsorten oder Gewürze, die den Cocktail geschmacklich optimieren sollen.

Neben diesem bekannten Erscheinungsbild eines Barlöffels, konnte sich aber inzwischen auch eine neumoderne, asiatische Variante auf dem Markt etablieren.

Die japanische Ausführung des Barlöffels

In Japan zeichnet sich der Barlöffel durch ein Design aus, dass sich deutlich von dem gängigen Modell abgrenzt. Am auffälligsten ist hierbei die Länge, denn japanische Barlöffel sind mitunter bis zu 50 cm lang. Ein weiteres Merkmal für dieses Barwerkzeug ist seine kleine Gabel am anderen Endstück. Sie ersetzt den Stößel und kann kleine Fruchtstücke aufspießen.

Ursprünglich war das Barlöffel-Modell lediglich in Gastronomiebetrieben des Herkunftslandes erfolgreich, doch seit dem neuen Jahrtausend gelang es ihm, sich auch in der europäischen Barszene fest zu etablieren. Für die Zubereitung von schmackhaften Cocktails ist es aber unwichtig, welche Form des Barlöffels präferiert wird. Die Wahl richtet sich folglich eher nach den Ansprüchen des Benutzers.

Die richtige Technik ist wiederum entscheidend, um den Barlöffel und seine positiven Eigenschaften bestmöglich einsetzen zu können.

Die Anwendung des Barlöffels

Die Cocktailherstellung mithilfe eines Barlöffels erfordert vor allem Fingerfertigkeit und lockere Bewegungen. So wird der lange Stiel des Werkzeugs zunächst lose zwischen die Finger geklemmt. Danach muss er konstant um die eigene Achse gedreht werden. Diese Aktion gelingt am besten, wenn sie unangestrengt aus dem Handgelenk kommt.

Zugleich sollte der Rücken des Löffels einen stetigen Kontakt zu dem inneren Glasrand haben und kreisförmig an jenem entlangfahren. Das fördert ein gleichmäßiges Mischen der einzelnen Komponenten. Es wäre dabei von großer Bedeutung, jegliche Handlungsabläufe in hohem Tempo zu vollziehen. Auf diese Weise wird ein delikater Cocktail zubereitet, der aus den verschiedensten Zutaten bestehen kann.

Nicht der einzige Verwendungszweck eines Barlöffels, denn jener ist ebenfalls in Kombination mit Pousse Cafés gebräuchlich.

Die Herstellung von Pousse Cafés

Ein Pousse Café ist eine Cocktailart, die sich aus einzelnen Schichten verschiedener Komponenten zusammensetzt. Da bei dieser Zubereitung keine Vermengung der Bestandteile erwünscht ist, beruht sie auf einer speziellen Methode. Dabei spielt der Barlöffel eine zentrale Rolle.

Anfänglich wird er ganz behutsam gegen den Glasrand gedrückt, sodass die Außenseite zu der Glasmitte zeigt. Anschließend muss die besagte Flüssigkeit langsam über den Löffelrücken gleiten, bis sie die schwerere Schicht, die sich unten im Glas befindet, bedeckt. Aus jenem Verfahren resultiert letztendlich eine Vielzahl von Schichten, bei denen ausschließlich das Aroma des finalen Belags in Erscheinung tritt.

Wer den Barlöffel regelmäßig verwenden möchte, kann ihn sowohl bei der professionellen Getränkeverarbeitung als auch bei privaten Cocktailkreationen zur Hilfe nehmen. Es wäre aber sinnvoll ihn nach jeder Anwendung gründlich zu reinigen, da sich ansonsten unerwünschte Ablagerungen mit den Cocktails vermischen könnten. Selbstverständlich sollte ebenfalls auf die Qualität des Produktes geachtet werden, denn je hochwertiger dieses ist, desto erstklassiger sind die Resultate.

Damit ist der Barlöffel ein nützliches Barwerkzeug für die rasche Zubereitung wohltemperierter Cocktails.

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