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Kurzbraten

Die Kochtechnik Kurzbraten spiegelt das schnelle Garen von Lebensmitteln in einer Pfanne wieder. Zu diesem Zweck werden die Produkte, bei denen es sich hauptsächlich um Fleisch, seltener um Gemüse handelt, unter starker Hitzeeinwirkung gegart.

Dabei ist das Kurzbraten eine der ältesten Küchentechniken, die es gibt. So bereiteten die Menschen schon zu früheren Zeiten ihre Nahrung auf diese Weise zu. Damals bedienten sie sich jedoch keinem Kochgeschirr, sondern vollzogen den Garvorgang über offenem Feuer.

Im Gegensatz zu anderen Methoden, wie dem Schmoren, beruht das Kurzbraten auf der Umleitung von Wärme. Diese Anwendung hat den Sinn, Lebensmittel möglichst zügig zu garen und ihnen gleichzeitig eine dekorative Bräunung sowie die aromatischen Röststoffe zu verleihen. Jener Effekt tritt ein, sobald die Maillard-Reaktion Verbindungen aus Zucker, Eiweiß und Fett hervorruft. Bei der Verwendung von Gemüse wiederum wird eher von dem Karamellisieren gesprochen.

Grundsätzlich kann das Prozedere des Kurzbratens Lebensmittel vollständig durchbraten, sodass keine Weiterverarbeitung erforderlich ist. Deswegen eignet es sich besonders gut für kurzfaserige und zarte Fleischstücke. Eines der bekanntesten Menüs, das auf jenem Verfahren basiert, sind die bekannten Frikadellen. Der Vorgang dieser Kochmethode orientiert sich hierbei an einem bestimmten Ablauf, der diverse Kriterien berücksichtigen muss.

Das Kurzbraten in der Praxis

Die Herangehensweise für das Kurzbraten von Fleischwaren beginnt immer mit dem Vorwärmen des Kochgeschirrs. Dieser Schritt ist so entscheidend, weil die Pfanne ansonsten nicht die richtige Temperatur erhält und das Fleisch daraufhin zu lange braten müsste. Dadurch könnte es schnell zäh werden, austrocknen oder verbrennen.

Hat das Kochgeschirr allerdings die optimale Hitze erreicht, wird etwas Fett hinzugefügt. Wenn jenes geschmolzen ist, folgen die Fleischstücke. Sie werden vorsichtig in die Pfanne gelegt und bei hohen Gradzahlen gegart. In diesem Zusammenhang zeigt sich auch die charakteristische, bräunliche Krustenbildung an der Oberfläche, während das Innere des Fleisches davon unberührt bleibt. Erfahrene Kenner vermeiden dabei das stetige Wenden der Lebensmittel und üben diese Tätigkeit erst zu dem Zeitpunkt aus, an welchem sich das Fleischstück leicht von dem Pfannenboden abhebt. Steht der Bratprozess kurz vor dem Finale, wird außerdem die Hitze gedrosselt. Auf diese Weise kann das Lebensmittel fertig garen, ohne eine zu intensive Färbung zu bekommen. Das Kurzbraten endet, sofern die Fleischware die optimale Kerntemperatur besitzt. Jene ist jedoch variabel und richtet sich nach dem jeweiligen Produkt.

Die Methodik des Kurzbratens ist im Grunde recht unkompliziert und konnte sich schon seit Langem unter den führenden Garprozessen positionieren. Deshalb gehört sie heutzutage nicht nur zu der Lebensmittelverarbeitung in professionellen Küchen, sondern präsentiert auch im Amateurbereich seine vielfältigen Verwendungszwecke.

Das Kurzbraten als Bestandteil heimischer Kochkreationen

Für Laien, die sich ein zügiges aber effektives Verfahren wünschen, um Lebensmittel zu garen, ist das Kurzbraten die optimale Grundlage. Wenngleich die Küchentechnik deshalb oft genutzt wird und in vielen Haushalten beinahe täglich zum Einsatz kommt, sollte sie einigen Regeln folgen.

Darum gilt, wer das Kurzbraten korrekt ausüben möchte, muss auf das harmonische Verhältnis von Garzeit und Temperatur achten. Nur wenn die Hitzeeinwirkung weder zu stark noch zu schwach ist und der Bratprozess relativ kurzweilig stattfindet, wird die hohe Qualität der Fleischware bewahrt. Bestenfalls wandelt sich das Kollagen des Bindegewebes dabei zu Gelatine um und vermeidet so, dass das Fleisch eine zähe Konsistenz annimmt. Zugleich sollte die Gerinnung von dem Muskeleiweiß verhindert werden, weil andernfalls Flüssigkeit austreten kann und die Fleischware austrocknet. Falls demnach große Fleischstücke gegart werden müssen, empfiehlt es sich eher, jene zu schmoren, denn der Bratvorgang würde zu lange andauern und das Produkt zu starken Temperaturen aussetzen, ehe es verzehrfertig ist.

Ein weiterer Faktor, der das Kurzbraten beeinflussen könnte, wäre das Salzen. Jenes sollte folglich immer nach dem Garen oder unmittelbar vor dem Ende dieser Kochtechnik durchgeführt werden. Das begünstigt zarte Fleischstücke und es kommt zu keinem Flüssigkeitsverlust. Alternativ lassen sich die Lebensmittel auch einen Tag vor dem Kurzbraten salzen, denn somit hat die austretende Flüssigkeit genügend Zeit, um von dem Fleisch wieder aufgenommen zu werden. Jene Taktik gleicht deswegen dem Marinieren. Des Weiteren ist es von Vorteil, den Fleischstücken ausreichend Platz zu schaffen, weshalb die Durchführung des Kurzbratens meistens mit wenigen Fleischwaren zur selben Zeit praktiziert wird. Die Benutzung eines Küchenthermometers könnte dann hilfreich sein, um zu garantieren, dass das Fleisch auf den Punkt gegart wurde. Optional lässt sich diese Methodik zusätzlich perfektionieren, indem zum Schluss ein wenig Butter hinzugefügt wird, die den Geschmack unterstreicht.

Damit ist die Kochtechnik Kurzbraten eine traditionelle Zubereitungsmethode, durch die insbesondere Fleisch schnell und aromatisch gegart werden kann.

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