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Minneola

Die Minneola bezeichnet eine Frucht aus der Familie der Zitruspflanzen und wird daher den Rautengewächsen zugeordnet. Im Gegensatz zu anderen Mitgliedern dieser Gattung ist jene Obstsorte allerdings keine eigenständige Art, sondern das Ergebnis einer Kreuzung. Somit gilt sie als Tangelo, wie alle Hybride solcher Gruppen genannt werden.

Ihre Entstehung basiert dabei auf der Zusammenführung einer Mandarine aus der Sorte „Dancy“ mit einer Grapefruit der Variante „Duncan“. Dennoch gibt es Minneolas seit vielen Jahren und sie wurden bereits 1931 in Florida für die Lebensmittelindustrie kultiviert. Inzwischen können die Obstwaren zudem internationale Anbaugebiete präsentieren, die sich in Spanien, auf Zypern, Südafrika, Israel, den Vereinigten Staaten, Argentinien, Uruguay und der Türkei ansiedeln.

Bedingt durch ihr Aussehen wird die Minneola auch des Öfteren mit einer Mandarine verwechselt, doch eigentlich besitzt die Frucht mehrere zentrale Eigenschaften, die sie deutlich von anderen Sorten innerhalb der Zitrusgewächse unterscheidet.

Die Minneola in der Übersicht

Der Ursprung von Minneolas sind große Laubbäume, deren Blattbestand einen ausgefallenen Wuchs zeigt. Demnach haben die Blätter eine längliche Form sowie ausgedehnte Spitzen. Ebenso originell ist die Frucht selbst, denn sie punktet durch eine ungewöhnliche Silhouette.

So wirkt sie rundlich mit einem Durchmesser von ungefähr 8-9 cm und wird von einer schmalen Ausstülpung begleitet, die zur Nähe des Stiels in Erscheinung tritt. Jener Aufbau ist mit dem einer klassischen Glocke zu vergleichen, was der Minneola, gepaart mit ihrem Aroma, den Beinamen „Honey-Bell“ einbrachte, der in der Übersetzung „Honig-Glocke“ heißt. Ihre Schale hat eine glatte Beschaffenheit, in die sich die richtungsweisenden, zarten Poren der Zitrusfrüchte einreihen. Farblich brilliert die Oberfläche mit einem kräftigen Orange und auch sonst hat sie gewisse Vorteile, weil sie sich, wie bei vielen Tangerinen, einfacher entfernen lässt als bei anderen Varianten. Nicht umsonst zählt der Exot zu den „Easy-Peelern“.

Wer die Minneola hierbei von weiteren Zitruspflanzen differenzieren will, kann dies vor allem durch ihre Größe. Immerhin ist sie kleiner als eine herkömmliche Orange, aber voluminöser als die gebräuchliche Mandarine. In Ergänzung dazu hat sie repräsentable innere Werte, wodurch sie zu der aromatischsten ihrer Art werden konnte. Besonders das zarte, hellorange-farbene Fruchtfleisch verströmt eine betörende Süße und vereint sie mit einer dezent-herben Note. So erinnert das Geschmackserlebnis an den Verzehr einer Grapefruit. Zusätzlich enthält das Fleisch viel Saft und nur ungefähr 7-12 der grünen Kerne. Rein optisch weist es allerdings dieselben Segmente auf, wie die anderen Varianten der Zitrusgewächse. Hier sind es beispielsweise etwa 10-20 Stück.

Die Minneola lässt sich im Allgemeinen von Dezember bis in den Februar hinein erwerben. Aus diesem Grund reiht sich die Frucht in das winterliche Obstsortiment ein. Dort verbreitet sie viele Vorteile, insofern sie ordnungsgemäß eingesetzt wird.

Die Minneola als Küchenzutat

Minneolas enthalten viele Mineralstoffe und bieten eine hohe Dosis an Vitaminen, weshalb sie die idealen Früchte für kalte Tage sind. Gerade wegen ihrer leichten Schälbarkeit wird das Produkt daher gerne als Obstspeise für zwischendurch genutzt. Hier wäre es jedoch ratsam, bei dem Verzehr nicht die starke Süße anderer Zitrusarten, darunter der Clementine, zu erwarten. Die Minneola ist schließlich herber in ihrem Aroma.

Unabhängig davon sollten stets erstklassige Ausführungen angewandt werden. Sie lassen sich in jedem Handel erwerben. Schalen, die nicht mehr fest an der Frucht haften, sind aber ein Hinweis auf ein holziges Innenleben, das einer Luftzufuhr ausgesetzt war. Es wäre demzufolge wichtig, festere Versionen zu präferieren. Grundsätzlich lassen sich die Exoten dadurch problemlos für einige Zeit lagern, wenn sie den passenden Temperaturen ausgesetzt sind.

Oftmals tragen sie anschließend dazu bei, Obstsalaten einen letzten Feinschliff zu schenken. Durch den hohen Saft-Gehalt profitieren Konsumenten aber ebenfalls von einer Verwendung als Zutat in Mixgetränken oder pressen sie einfach frisch aus, um einen vitaminreichen Fruchtsaft zu bekommen. Zugleich können auf Basis der Minneola außerdem tropische Desserts sowie neumoderne Beläge für Obsttorten und Kuchen entstehen. Dort ersetzt die Frucht das altbewährte Aroma der Orangen durch eine extravagante Raffinesse.

Wem die süße Variante allerdings nicht gefällt, der könnte die Produkte ebenfalls für delikate Hauptgänge gebrauchen. In Kombination mit deftigen Wildgerichten hat die Minneola nämlich auch einen positiven Effekt und bringt einen süßsauren Pfiff in das rustikale Menü. Im Gegenzug harmonieren die exotischen Obstwaren natürlich perfekt mit leichten Geflügel-Kreationen und tropischen Spezialitäten. Selbstverständlich dürfen Verwender sie zusätzlich in allen Rezepten verewigen, die ansonsten Mandarinen als Komponenten vorsehen. Dadurch wandeln ambitionierte Laien die bekannte Geschmacksnote nach ihrem eigenen Belieben ab.

Es wäre allerdings sinnvoll, während der Arbeit mit den Früchten Handschuhe zu tragen, da ihre Säure geruchs-und farbintensiv ist. Auch die Nutzung von hellen Schneide-Unterlagen ist hier ungeeignet. Obendrein sollten die Obstwaren vorsichtig präpariert werden, damit das Fruchtfleisch nicht zerdrückt wird und seine Form verliert.

So gelingt es der Minneola, das beständige Aroma von Zitrusfrüchten mit neuen Geschmackserlebnissen verschmelzen zu lassen und Nutzern zu beweisen, warum sie zu Recht die Königin unter ihren Artgenossen ist.

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